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Anleitung zum Getreidebau auf wissenschaftlicher und praktischer Grundlage / von Anton Nowacki
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Der Weizen. 241

ſalpeter im Frühjahr, nach F. Heine am beſten erſt anfangs Mai. S. 152.

12) kalkarmem Thon⸗ und Lehmboden empfiehlt ſich die Zufuhr von Kalk; erthält dieſer zugleich Talk oder Magneſia, ſo wird er um ſo beſſer wirken. Zum Zwecke der Düngung iſt demnach der unreine oder ſog. magere Kalk vorzuziehen; handelt es ſich dagegen um die phyſikaliſche Verbeſſerung des Bodens, ſo verdient der reine oder fette Kalk den Vorzug. Der Kalk wird in gebranntem Zuſtande auf das Feld gebracht und nach dem Zerfallen ſorgfältig ausgebreitet und untergepflügt. Hat man eine Düngerſtreumaſchine, ſo taucht man den gebrannten Kalk in Körben unter Waſſer und ſtreut das Kalkpulver mit der Maſchine auf das Feld. Auch kalkreicher Mergel leiſtet gute, oft noch beſſere Dienſte als der Kalk.

Zubereitung des Landes. Hierüber iſt das Nötigſte ſchon im allgemeinen Teil S. 144 ff. geſagt worden.

Saat. Auch über die Saat haben wir ſchon im allgemeinen Teil 172 ff. geſprochen. Es mag hier nur auf folgende Punkte aufmerkſam gemacht werden.

Bei brandigem Saatgut iſt das Einbeizen in Kupfervitriol nicht zu vergeſſen(S. 186). Der 1216 Stunden lang eingeweichte Weizen wird auf der Tenne ausgebreitet und mehrmals mit Schwung umge⸗ haufelt; er kann nach 6 Stunden ſchon mit der Hand, nach 12 Stunden

uch mit der Maſchine geſäet werden.

Saatzeit: 8 Tage vor und 8 Tage nach Michaeli, In nordiſchen nd höheren Lagen 814 früher, in milderen Lagen 814 Tage bäter. Engliſche Sorten beizeiten(ſ. Klima S. 239).

Sommerweizen ſo früh als möglich, im Februar oder März, bäteſtens Mitte April.

Saatmethode: Unterbringung mit der Drillmaſchine weitaus m beſten. Das Behacken, das durch die Reihenſaat ermöglicht oder benigſtens ſehr erleichtert wird, lohnt bei keiner Halmfrucht ſo, wie ei dem Weizen.

Entfernung der Drillreihen: 1215 cm auf leichterem zoden und für den Fall, daß nicht mit der Hackmaſchine gehackt werden ull. Auf mittlerem Boden 15 20 cm; bei 20 cm iſt die Hackmaſchine hon anwendbar. Auf ſehr kräftigem Boden und bei früher Saat 0 25 cm. Größere Entfernung der Drillreihen nicht ratſam wegen er Gefahr des Auswinterns ꝛc. Schon bei 25 cem erleidet man in er Regel einen Ausfall an Stroh.

Tiefe der Unterbringung: 3 cm für gewöhnlich; bei ichterem, trocknerem Boden 46 cm. Engliſche Sorten(ſ. S. 239) öglichſt flach.

Saatquantum: 23, im Mittel 2,3 hl bei Breitſaat pro Hektar,

1,6 2,2, im Mittel 1,8 hl bei Drillſaat.

Vorſtehende Zahlen gelten für Winterweizen. Sommerweizen,

der ſich in der Regel weniger beſtockt, ſäet man etwas ſtärker. Nowacki, Getreidebau. Dritte Auflage. 16