240 Dritter Abſchnitt. Der Anbau des Getreides.
Gegen Näſſe des Klimas und des Bodens iſt der Weizen weniger b empfindlich als der Roggen. Dürre ſchadet ihm auf bündigem Boden nicht erheblich; auf leichterem Boden leidet er aber ſehr durch trockenes Wetter, er wird hier„von der Hitze befallen“ und„notreif“.
Boden.— Bündig, thon⸗, kalk- und talkhaltig. Höchſte Er⸗ träge auf reichem, tiefgründigem Thon- und Thonmergelboden. Feinſte Qualitäten auf kräftigem, mildem Lehm- und Lehmmergelboden. Der Weizen gedeiht in friſcher Lage auch auf ſandigem Lehm und Lehm⸗ mergel, wenn man eine paſſende Sorte auswählt. Auf lehmigem Sande iſt der Roggen, auf magerem Thon iſt der Hafer dem Weizen vorzuziehen. Die loſen Sand⸗ und Grandböden, ſowie die Humus⸗ böden(Ried⸗, Moos⸗ und Heidehumus) ſind für den Weizen aus⸗ geſchloſſen. ¹)
Stellung in der Fruchtfolge.— Beſte Stellung nach reiner Brache. Je ſtrenger der Boden, deſto notwendiger die Brache. (S. 145 u. 146.)
Gute Vorfrüchte: Raps, Rübſen, Kohl, Tabak, Hanf und Bohnen, zu denen ſtark gedüngt worden.
Zu den guten Vorfrüchten gehört auch die Luzerne und der Rot⸗ klee, beſonders der einjährige.
Weniger gute Vorfrüchte: Grünwicken und Lein, noch ſchlechtere:
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A. Nowacki, Praktiſche Bodenkunde. Dritte Auflage. Berlin, Verlags⸗ buchhandlung Paul Parey, 1899.


