52 Zweiter Abſchnitt. Die Entwicklung der Getreidepflanze.
gewöhnlichen Getreidearten: Weizen, Roggen, Gerſte, Hafer kommen nur ſelten weniger, oft mehr als drei Keimwurzeln zum, Vorſchein (Fig. 41, man vergleiche die Figuren 29 bis 34). Unterſuchen wir das Samenkorn vor Beginn der Keimung, nach etwa ſechsſtündiger Einquellung, ſo finden wir an dem Keimling des Weizens und des Hafers je 3, an dem Keimling des Roggens 4 und an dem Keimling der Gerſte 5 bis 8 deutliche Würzel⸗ chen. Außerdem iſt noch eine An⸗ zahl undeutlicher oder ſehr kleiner Würzelchen angelegt. Dieſe ge⸗
Fig. 42. Eine junge Pflanze von Zea Mays. Fig. 43. Endteil der Wurzel des ge⸗ s das Samenkorn. w die Hauptwurzel mit meinen Weizens, Triticum vulgare. Seitenwurzeln wz; die oberen längeren Seiten⸗ w Wurzelkörper, wh Wurzelhaube, hh wurzeln mit Wurzelhaaren beſetzt. h der untere Wurzelhaare. Vergrößerung 15 fach.
Teil des Halmes, der die drei Blätter b, bi
und ba und aus dem erſten Knoten die Wurzeln
w. und wa entwickelt hat.%⅛ der natürl. Größe. (Nach J. Sachs.)
langen namentlich dann zur Entwicklung, wenn die erſten Wurzeln durch Wurmfraß oder ſonſt auf eine Weiſe zerſtört worden ſind. Deutlich abweichend von unſeren Hauptgetreidearten verhalten ſich Mais und Hirſe; während nämlich bei Weizen, Roggen, Gerſte und Hafer mehrere Wurzeln nahezu gleichzeitig aus dem Keimling hervor⸗ wachſen, bleibt bei Mais und Hirſe die erſte Wurzel längere Zeit die


