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Anleitung zum Getreidebau auf wissenschaftlicher und praktischer Grundlage / von Anton Nowacki
Entstehung
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36 Zweiter Abſchnitt. Die Entwicklung der Getreidepflanze.

Getſeidendten etwas mehr geſichert iſt, als bei den unbeſpelzten oder nackten.

Die Stärkemehlzellen m der Gerſte ſtimmen im weſentlichen mit denen des Weizens überein. Auch die Kleber⸗ oder Fermentſchicht n iſt in der Hauptſache ebenſo gebildet wie beim Weizen; nur beſteht der Unterſchied, daß dieſe Schicht bei der Gerſte aus drei bis vier Zellreihen, bei dem Weizen dagegen nur aus einer Zellreihe zuſammen⸗ geſetzt iſt. Jedoch finden wir auch beim Weizen, beſonders in der Nähe des Keimlings, in der betreffenden Schicht mehr als eine Zell⸗ reihe. Ähnlich wie mit dem Weizen. verhält es ſich mit dem Roggen, dem Hafer, dem Mais und der Hirſe, die alle eine größtenteils einreihige Kleber⸗ oder Fermentſchicht beſitzen.

Fig. 23. Eine Endoſpermzelle aus dem

glaſigen Teil des Maiskorns(Zea Mays).

Die polyedriſchen Stärkekörner ſind durch eine

ſtickſtoffhaltige Grundmaſſe zuſammengekittet,

und jedes Stärkekorn zeigt im Innern einen

ſternförmigen luftführenden Hohlraum. Ver⸗ größerung 450 fach.

Fig. 24. Eine ſtärkemehlführende Endoſperm⸗ zelle aus einem gequollenen Roggenkorn (Secale cereale). Zwiſchen den meiſt linſen⸗ förmigen größeren und kleineren Stärkekörnern befinden ſich, eingebettet in eine ſtickſtoffhaltige Grundmaſſe, äußerſt kleine Proteinkörner. Vergrößerung 450 fach.

Sämtliche Getreidefrüchte kommen hiernach darin überein, daß die größte Menge der ſtickſtoffhaltigen Subſtanzen in der peripheriſchen Schicht des Endoſperms aufgeſpeichert iſt. Selbſt in den Stärkemehl⸗ zellen iſt die Menge der ſtickſtoffhaltigen Subſtanz in den äußeren Partieen des Endoſperms viel beträchtlicher, als in den inneren. Dies ſteht zum Teil mit der Größe der Stärkekörner im Zuſammenhange. Demgemäß nimmt der Proteingehalt des Getreidekorns von innen nach außen, der Stärkemehlgehalt dagegen umgekehrt von außen nach innen zu.

Um die feinere Struktur der Stärkemehlzellen zu veranſchaulichen, iſt in Fig. 23 eine Zelle aus dem Endoſperm des M aiſes, und in