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Anleitung zum Getreidebau auf wissenschaftlicher und praktischer Grundlage / von Anton Nowacki
Entstehung
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1. Die Getreidearten gehören in die Familie der Gräſer oder Gramineen. 11

ſehen wir nichts; die betreffenden Teile ſitzen vielmehr auf ſo kurzen Stielen, daß wir die Schere genau anlegen müſſen, um ſie zu treffen.

Jedes der abgeſchnittenen Teile heißt ein Ahrchen. Die Ähre des Weizens iſt alſo aus wechſelſtändigen, ſitzenden Ahrchen zuſammengeſetzt. Fig. 10 zeigt die ganze Ahre, Fig. 11 ein einzelnes Ahrchen des gemeinen Weizens, aber nicht in dem Zuſtand vor der Blüte, ſondern nach der Reife, wo die Ahrchen mit Körnern gefüllt ſind.

Nun unterſuchen wir ein Ähr⸗ chen, das noch an der Ährenſpindel feſtſitzt, genauer. Hatten wir bereits ſechs Ährchen abgeſchnitten, ſo haben wir das ſiebente vor uns. Wir finden außen an ihm rechts und links je eine kahnförmige Klapp⸗ ſpelze. Das Ahrchen des Weizens iſt alſo von zwei Klappſpelzen ein⸗ gehüllt. Wir biegen die Klapp⸗

Eine Ähre beſteht aus Ährchen

Ein Ährchen beſteht

aus Blütchen.

Fig. 10. Ähre des gemeinen Weizens, Fig. 11. Ein Äbrchen es iſt das Triticum vulgare, im ſind⸗ der Reife, ſiebente an der Ährenſpindel von mit Körnern gefüllt. der natürl. Größe. Keſſingland Weizen(Triticum vul-

gare) im Zuſtande der Reife. G der natürlichen Größe.

ſpelzen, die man auch kurzweg Klappen nennt, nach außen, über⸗ zeugen uns, daß ſie leer ſind und daß auch inwendig am Grunde nichts zu ſehen iſt, brechen ſie ab und legen ſie, die eine links, die andere rechts, vor uns auf den Tiſch.

Jetzt ſchneiden wir von dem Ahrchen, deſſen Klappen wir fort⸗ genommen haben, ein Teilchen nach dem andern ab, indem wir wieder unten anfangen und bei jedem Schnitt ſorgfältig vermeiden, das Stiel⸗ chen, auf dem das Ahrchen ſitzt, zu verletzen. Haben wir die ab⸗ getrennten Teilchen in der Ordnung, wie ſie links und rechts an dem