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Maryland mehr laͤnglich⸗ und mehr rundlichblättrichen u. ſ. w. In neuerer Zeit werden, beſonders von der Pſalz aus, vor andern geruͤhmt: a, der dickrippige virginiſche als ſehr er⸗ giebiges und dem Roſte weniger unterworfenes Carotten⸗ (Schnupftabak⸗) gut; b, der breitblättriche Maryland oder ſogenannte Amersforder, in fettem Boden als Carottengut ſehr eintraͤglich; o, der großblaͤttriche Veilchentabak, vorzüg⸗ liches Pfeifengut, und am wenigſten empfindlich, auch frü⸗ her reif.
Man vergleiche: C. Zeller, Anleitung zum Tabaksbau, Carls⸗ ruhe, 1837.
Daß Boden, Cultur und Behandlungsart bei und nach der Erndte mehr noch, als die gebauten Sorten auf die Qualiät des Tabaks von Einfluß ſind, darf nicht überſehen werden.
2. Standort.
§. 805. Der Tabak macht in Bezug auf das Clima nur wenig geringere Anſprüche, als der Weinſtock; beſonders ſind ihm die rauhen und zugleich den kalten Winden ſehr ausge⸗ ſetzten Lagen unzutraͤglich, zumal wenn ſich gerne Nachtfröſte frühe im Herbſt einſtellen.
§. 806. Den kalten, zähen Thon, den dürren Sand und den nicht entſäuerten Moor⸗ und Torfboden ausgenommen, kann der Tabak auf jedem Boden gebaut werden; am meiſten
ſagt ihm jedoch ein lockerer, warmer, humoſer Boden zu.
Im ſchweren Lande treten in zu naſſen oder zu trockenen Jahr⸗ gängen zu leicht Mißerndten ein; iſt der Thonboden kalkhaltig, ſo eignet er ſich ſchon weit beſſer zum Tabaksbau. Der auf mildem, leichtem Boden erzogene Tabak iſt von weniger ſcharfem Geſchmacke (leichter, milder,) und deßhalb mehr zum Rauchen, der im ſchwereren Boden erzogene iſt mehr zu Schuupftabak geeignet.
§. 807. Sehr häufig geht dem Tabak, als einer Hack⸗
frucht, Getreide in der Fruchtfolge voraus. Beſſere Vor⸗
früchte ſind für ihn: Dreiſche, beſonders gebrannte, Luzerne,
Klee. Man kann auch ein⸗ und dieſelbe Plantage eine Reihe 20*


