Teil eines Werkes 
1. Bandes, 2. Abtheilung (1839) Specielle Pflanzenproductionslehre
Entstehung
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benzeiten,(Trigonella foenum graecum), römiſche Chamille (Authemis nobilis), Pfeffermuͤnze, Eibiſch, Enzian, Rha⸗ barber u. m. a. Der Anbau ſolcher Arzneypflanzen iſt je⸗

doch ſchon zu ſehr Sache der Gärtnerei, und im Größeren

zu ſelten mit Erfolg ausfuͤhrbar; deßhalb ſehen wir hier von einer naͤheren Beſchreibung der Culturmethode der betreffen⸗ den Gewächſe ab.

§. 789. Von den Siebenzeiten, oder dem Bocks⸗ horn, ſey jedoch bemerkt, daß der bisher üblich geweſene ſtarke Verbrauch von deſſen Saamen unter das Druͤſenpul⸗ ver für Pferde noch am eheſten einen größeren Anbau ge⸗ ſtatten dürfte. Es macht keine großen Anſprüche in Bezug auf den Boden. Im Frühjahr werden ohngefaͤhr 25 Pf. Saa⸗ men auf das wohlvorbereitete Land geſät und eingeeggt. Ueber Sommer wird rein gehalten. Wenn gegen den Herbſt die Mehrzahl der Schoten reif iſt, wird die Erndte abgeſichelt, vollends mit Sorgfalt getrocknet und abgedroſchen. Man kann 10 bis 15 Cntr. Saamen p Mrg. erhalten.

Der Centner koſtet 6 bis 8 fl. Das Stroh ſoll zur Fütterung brauchbar ſeyn.

Fuͤnftes Capitel.

Bau der Kaffeeſurrogate.

§. 790. Bei der Allgemeinheit, welche der Verbrauch des Kaffees in Deutſchland erreicht hat, waͤhrend doch viele Unbemitteltere die Koſten fuͤr den echten Kaffee nicht zurei⸗ chend aufbringen koͤnnen, darf den dafuͤr in Aufnahme ge⸗ kommenen und eigens deßhalb angebaut werdenden Surro⸗ gaten hier eine beſondere Abtheilung gegeben werden.

§. 791. Dieſe Surrogate ſind: I. Die Cichorie. II. Die Erdmandel. III. Die Kaffeewicke.