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eignete Stücke, wo möoͤglich in der Nähe des Hofes, aus und beſtimmt ſie auf lange Zeit zum Hopfenbau.
3. Anlegung der Hopfenplantage.
§. 744. Ein erſtes Erforderniß iſt eine tiefe Locke⸗ rung des mit Hopfen zu bepflanzenden Bodens. Das Land wird zu dem Ende im Herbſt und Winter vorher 2 Fuß tief, und zwar in der Regel mit der Hand gerottet; auf tief⸗ gruͤndigem gutem Boden kann auch durch ein moglichſt tief gehendes Doppelpfluͤgen zur Genuͤge rajolt werden.
Iſt der heraufgebrachte Boden ſehr unartbar, ſo dünge man ge⸗ gen das Frühjahr ſtark, und pflanze im erſten Sommer Kartoffeln.
§. 745. Das rajolte und geebnete Land wird entweder mittelſt Schnur, Meßſtangen und eingeſchlagener Pfloͤckchen zur Pflanzung dergeſtalt bezeichnet, daß der Hopfen in's Gevierte in regelmaͤßige Reihen und eine Pflanze von der andern demnächſt 5 bis 6 Fuß entfernt zu ſtehen kommt. Oder man legt mittelſt des Pflugs 5 bis 6 Fuß breite Beete an, auf deren Mitte alsdann alle à bis 5 Fuß ein Stock gepflanzt wird, und wobei in der Folge etwas Handarbeit geſpart werden, auch die Naͤſſe beſſer abziehen kann. Es iſt moͤglichſt dahin zu trachten, daß Beete und Zeilen ihre Richtung von Süden nach Norden haben.
Die Erfahrung lehrt, daß es bei zu enger Pflanzung, z. B. 4 Fut und weniger Entfernung, eher weniger als mehr Hopfen, als bei größerer Entfernung(bis zu 6 Fuß) gibt, während man dort weit mehr Stangen nöthig hat.
§. 7346. Die erforderlichen Setzlinge werden bei dem Beſchneiden einer aͤlteren Hopfenanlage im Frühjahre(am beſten von vier bis achtjaͤhrigen Stoͤcken) gewonnen(§. 750), oder müſſen, wo es daran fehlt, aus zuverläſſiger Quelle bezogen werden. Solche zugeſchnittene Setzlinge müſſen zwei bis drei Augen haben, gegen à Zoll lang und faſt Fingers dick ſeyn.


