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entweder ſogleich auf das gut vorbereitete Land, oder auf Saamenbeete, um die jungen Pflanzen von da aufs Feld zu verpflanzen. Die Entfernung der Pflanzen von einander ſoll 8 bis 10 Zoll ſeyn. Am beſten ſoll der Ertrag ſeyn, wenn man die Blätter, ſo wie ſie anfangen gelb zu werden, nach und nach von unten abnimmt; auf dieſe Weiſe ſoll die Nutzung bis in den Herbſt fortgeſetzt werden können.
Man vergl. Univerſalblatt 15. Band;— Bericht über die Ver⸗ ſammlung der Landwirthe zu Carlsruhe ꝛc.
Noch viele andere Pflanzen enthalten zum Färben taugliche Stoffe, und mehrere hat man deßhalb auch noch angebaut oder an⸗ empfohlen, z. B. die Färberſcharte(Serratula tinctoria); mehrere wildwachſende werden zum gleichen Zwecke geſammelt, wie Wald⸗ meiſter, Labkraut ꝛc. Indeſſen iſt außer den bereits hier genannten Farbepflanzen dermalen keine weiter dergeſtalt erprobt oder verbrei⸗ tet, daß deren Cultur hier noch beſonders zu beſchreiben ſeyn dürfte. Der zum Färben auch häufig dienende Safran iſt unter den Ge⸗ würzpflanzen aufgeführt(§. 774),
Viertes Capitel.
Gewürzpflanzenbau.
§. 737. Unter Gewürzpflanzen verſtehen wir ſolche Gewaͤchſe, deren Ertrag als Zuſatz zu Getränken oder Speiſen, der Würze oder des Geſchmacks wegen, verwen⸗ det wird, oder die zu anderen Zwecken als Specereyen einen Abſatz finden. Die meiſten hierher gehörigen Gewaͤchſe ſind zugleich Arzneypflanzen, und einige andere, welche bloß als Arzneypflanzen im Groͤßeren zuweilen gebaut werden, reihen ſich daran. Mehrere jener Gewürzpflanzen gehoͤren wegen


