Teil eines Werkes 
1. Bandes, 2. Abtheilung (1839) Specielle Pflanzenproductionslehre
Entstehung
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über die Pflanzung. Zweckmaͤßig breitet man auch vor die⸗ ſem Decken im Herbſte etwas Duͤnger uͤber.

Der Krapp läßt ſich auch aus Saamen ziehen, den man ſich am beſten aus Frankreich kommen läßt, denn bei uns kömmt er meiſtens nicht zur Reife. Man ſät ſolchen entweder auf Gartenbeete und verſetzt die jungen Pflanzen im anderen Jahre, oder man ſäet ſo⸗ gleich aufs Feld, wonach man den Krapp am beſten dreijährig wer⸗ den läßt(ſ.§. 719).

§. 718. Will man den Krappbau ins Größere trei⸗ ben, ſo kann man, um an Handarbeit zu ſparen, entweder hohe Kämme mit Pflug oder Häufelpflug aufwerfen und darauf pflanzen, oder man pflanzt in 2 Fuß von einander entfernte Reihen, und nimmt Cultivator und Haͤufelpflug hei der Bearbeitung zu Huͤlfe.

§. 719. Nur an wenigen Orten findet man das ver⸗ werfliche Verfahren, ſchon im erſten Herbſt zu erndten, wobei der Ertrag in Quantität, und noch mehr in Quali⸗ tät gering ausfällt. Gewöhnlich wird die Erndte im zwei⸗ ten oder ſelbſt erſt im dritten Herbſte vorgenommen. Die dreijährige Pflanzung liefert den beſten Krapp und auch mehr als die zweijaͤhrige; der Mehrertrag von jener iſt aber in gutem Lande doch nicht immer ſo bedeutend, daß es nicht häufig gerathen ſeyn koͤnnte, ſchon im zweiten Jahre zu erndten. Das Land wird zu dem Ende ſo tief umgeſpatet, als die Wurzeln gehen, und dieſe werden dabei herausge⸗ nommen und oben auf gelegt; hat man aber die Reihencul⸗ tur mit Cultivator und Häufelpflug gewaͤhlt, dann kann der Krapp auch mittelſt eines ſehr tief(bis 1 ½ Fuß tief) geſtellten Pflugs herausgehoben und von nachgehenden Arbei⸗ tern aufgeleſen werden, wodurch wohl die Haͤlfte jener ſehr koſtſpieligen Handarbeit geſpart wird.

Die Erndte mittelſt Spaten kann ſich auf 20 bis 28 fl. p. Mor⸗ gen belaufen. Die übrigen Handarbeiten belaufen ſich in den zwei Culturjahren zuſammen beinahe eben ſo hoch.