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gleich kalkhaltigen Boden ſoll ein Krapp von beſſerer Qua⸗ litaͤt wachſen.
§. 716. Das zu Krapp beſtimmte Land ſoll rein von Unkraut ſeyn, eine ſtarke Düngung mit verrottetem Miſte oder gutem Compoſt erhalten, und gegen 1 ½ Fuß tief ge⸗ lockert werden. Man verfaͤhrt am beſten, Indem man eine Hackfrucht vorausgehen laͤßt, wozu ſchon gut gedüngt wird, läßt dann im Herbſt tief ſpaten oder doppelpflügen und da⸗ mit eine zweite Düngung, halb in die Tiefe, halb in die Mitte, unterbringen. Im folgenden Fruͤhjahre wird dann noch einigemal gepflügt.
Man ſieht in tiefgründigem, mildem Boden den Krapp auch ſchon nach einer Vorbereitung gedeihen, wie ſie der Kartoffel ge⸗ wöhnlich zu Theil werden ſoll.
§. 717. Gewohnlich wird die beabſichtigte Pflanzung im Mai mit Setzlingen angelegt, welche man in einer aͤlte⸗ ren Krapppflanzung dergeſtalt von den Hauptwurzeln ab⸗ bricht, daß ſie etwas Wurzel haben. Man theilt gewöhn⸗ lich das Land in a bis 8 Fuß breite Beete und läßt fuͤr die Furchen nicht zu ſchmalen Raum. Die angeſchlemmten Setz⸗ linge, deren man etwa 40,000 p. M. braucht, werden bei etwas feuchter Witterung quer uͤber die Beete in 1 Fuß von einander entfernte Reihen, in dieſen 3 bis 4 Zoll von einander, gepflanzt, wozu man ein eigens geformtes breites Pflanzmeſſer oder auch die Hacke zu Hülfe nimmt, indem die Pflanzen in die mit letzterer gemachten Rinnen gelegt und beim Auswerfen der folgenden Rinne mit Boden ge⸗ deckt und angetreten werden. Tritt bald nachher trocknes Wetter ein, ſo muß begoffen werden. Im erſten und zwei⸗ ten Jahre muß die Pflanzung durch Hacken(man bedient ſich kleiner breitſchneidiger Krapphäckchen), Einſenken der Zweige und Decken derſelben mit Boden ꝛc. gut gepflegt werden; auch wirft man, beſonders im Herbſte, den aus den Zwiſchenfurchen ausgehobenen Boden von Zeit zu Zeit


