Teil eines Werkes 
1. Bandes, 2. Abtheilung (1839) Specielle Pflanzenproductionslehre
Entstehung
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duction wie den Abſatz beguͤnſtiget. Weil beides jedoch lange nicht ſo häufig als in Bezug auf Oelgewächſe oder Geſpinnſt⸗ pflanzen ſich trifft, ſo kaun der Anbau der Farbepflanzen auch niemals eine ſolche Ausdehnung wie jene Gewächſe er⸗ reichen..

§. 713. Die hier abzuhandelnden Pflanzen ſind: I. Der Krapp. II. Der Waid. III. Der Wau. IV. Der Saflor. V. Der Indigo⸗Buchweitzen.

I. De vy Krap y.

§. 714. Die Wurzeln des Krapps oder der Faͤrber⸗ röthe, Rubia tinctorum, ſind ein zum Rothfaͤrben, ſo wie als Zuſatz zu verſchiedenen anderen Farben in allgemeinem Gebrauche ſtehendes Faͤrbematerial, daher der Krapp auch in mehreren Gegenden in beträchtlicher Ausdehnung gebaut wird. Damit ſein Anbau mit Vortheil getrieben werden koͤnne, muͤſſen ſich Krappfabriken(Krappmühlen) in der Nähe befinden, und der zur Krappeultur in beträchtlichem Maaße erforderliche Duͤnger, ſo wie die dazu nöthige Hand⸗ arbeit müſſen um verhaͤltnißmaͤßigen Preis geſtellt werden können.

In den Niederlanden(um Maſtricht, Haſſelt ꝛc.), in Frankreich (um Aoignon, im Elſaß ꝛc.) wird längſt ſtarker Krappban getrieben. In Deutſchland findet man ihn in Mittelſchleſten, Meklenburg, Schwaben, der Pfalz u. ſ. w. In mehreren dentſchen Gegenden hat er aber neueper Zeit wieder abgenommen oder ſelbſt aufgehört.

§. 715. Der Krapp kann in allen Landſtrichen Deutſch⸗ lands, welche in klimatiſcher Hinſicht nicht ſchon zu den rauhen Lagen zu zählen ſind, gebaut werden; er verlangt aber, wegen ſeiner mehrere Fuß tief eindringenden Wur⸗ zeln, einen tiefgruͤndigen, mehr leichten als ſchweren, und nicht weniger kräftigen Boden, der in keiner Art an Näſſe leidet, noch ſehr zum Austrocknen geneigt iſt. Auf dem zu⸗