Teil eines Werkes 
1. Bandes, 2. Abtheilung (1839) Specielle Pflanzenproductionslehre
Entstehung
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Es iſt eine perennirende Pflanze, welche ſowohl durch Saa⸗ men als Wurzelſchößlinge fortgepflanzt werden kann, und die mildes Klima und guten, trocken gelegenen Boden anſpricht. Der in großen Kapſeln ſitzende Saamen hat eine lange, feine ſeidenartige Haarkrone, welche zum Verfilzen, zu Watte, Polſtern ꝛc. gut tauglich ſeyn, zum Verarbeiten als Geſpinnſt aber geringen Werth haben ſoll. Die Pflanze treibt einen hohen Stengel mit grobem aber ſtarkem Baſte.

Auch die Asclepias hatte ſich bis jetzt keiner Ausbreitung zu er⸗

freuen, vielmehr ſcheint der früher hier und da begonnene Anban derſelben wieder aufgehört zu haben.

a. Der Hanfklee.

§. 711. Daß dem gemeinen oder officinellen Meliloten⸗ klee, ſonſt Steinklee genannt, Trif. melilotus vulgaris und officinalis, auch der Name Hanfklee beigelegt ward, weil er einen haltbaren Baſt liefert, iſt ſchon§. 215 angeführt worden. Dieſer Baſt iſt aber ſehr grob und von den aͤſti⸗ gen Stengeln ſchwierig zu gewinnen, weßhalb auch jener Pflanze zu dieſem Behufe kein Werth beigelegt werden kann.

Auch die Hopfenranken haben einen ſtarken, groben Baſt, deſſen Gewinnung als Nebenproduct verſucht werden ſollte.

Drittes Capitel.

Farbepflanzenbau.

§. 712. Nicht wenige, Färbeſtoffe liefernde Pflanzen können vom Landwirthe zum Culturgegenſtande im größeren oder kleineren Maasſtabe gewählt werden, was jedoch nur alsdann Vortheil bringen kann, wenn die Localitaͤt die Pro⸗