werther, je ſumpfiger und ſchlammiger der Boden iſt; 1 Zoll auf 10 Fuß iſt überall hinreichend, oft muß man aber auch ſchon zufrieden ſeyn, 1 bis 2 Linien Fall auf 10 Fuß Grabenlänge zu haben. Bei zu ſtarkem Gefälle, zumal in lockerem Boden, leiden Ufer und Sole leicht Scha⸗ den. d) Möoglichſte Vermeidung ſcharfer Biegungen in der Richtung der Gräben, ſo wie eines Einfallens der Seiten⸗ graͤben in den Hauptgraben im rechten oder gar ſtumpfen Winkel. e) Die Tiefe richtet ſich nach dem Grade der Verſumpfung, dem Waſſerſtande des Kanals, Bachs oder Fluſſes, in welche der Graben einmündet, und nach der ab⸗ zufuͤhrenden Waſſermaſſe. f) Die Weite richtet ſich nach Waſſermaſſe und Schnelligkeit ihrer Fortbewegung und der Tiefe, welche die Lokalität, wie eben angeführt, zulaͤßt.
Iſt der Localität nach ein zu ſtarker Fall nicht zu vermeiden, ſo muß durch Faſchinen, oder Pflaſtern und Aufmauern, reſpective in der Sole oder an den Seitenwänden angebracht, oder durch Wehre(ſ.§. 67) den ſonſt zu fürchtenden Beſchädigungen vorgebeugt werden. Bei ſehr loſem oder ſehr ſchwammigem, zuſammenſinkendem Boden ſind auch bei ſtarker Böſchung und mäßigem Gefälle häuſtg Faſchinen, oder wenigſtens gut geſetzte, feſte Raſen für die Halt⸗ barkeit der Böſchung nöthig. Sind ſcharfe Biegungen der Gräben an einzelnen Stellen nicht zu vermeiden, ſo muß an den der An⸗ ſtrömung ausgeſetzten Ecken oder den Einmündungen ebenfalls mittelſt Mauerwerk geholfen werden.„
§. 35. Eine ſorgfaͤltige Unterhaltung ſaͤmtlicher Ent⸗ waͤſſerungsgräben kann nicht genug empfohlen werden, und Vernachläſſigung derſelben iſt nur zu häufig Urſache, daß die Erfolge immer weniger dem Zwecke der erſten Anlage entſprechen.
Es muß ſich dieſe Unterhaltung nicht nur auf das Aufräumen der Gräben, ſondern auch auf Ausbeſſerung ſchadhaft gewordener Stellen an Böſchungen und Solen, Wegbringen der Auswürfe und deren Vertheilen auf die tieferen Stellen, erſtrecken.— Um den glei⸗ chen Fall der Solen für die Hauptgräben beim künftigen Aufräumen


