Teil eines Werkes 
1. Bandes, 2. Abtheilung (1839) Specielle Pflanzenproductionslehre
Entstehung
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2. Geringe häufig vorkommende Wieſenpflanzen. a. Eigentliche Gräſer.

1) Cynosurus crystatus, Kammgras, Briza media, Zittergras; beide ſehr ſchwach im Ertrage, häufig auf mageren Wieſen und überhaupt ſehr genügſam in Bezug auf den Standort. 2) Melica nutans, Perlgras, hartſtenglich, häufig auf Waldwieſen. 3) Aira caespitosa, a. cristata, Raſen⸗ und Kammſchmiele, rauh und wenig nahrhaft, erſtere auf feuchten, beſonders ſchattigen Wieſen häufig, letztere in dürrer Lage vorherrſchend. 4) Phalaris arundinacea, Glanzgras, ein rauhes, hartſtengliches Gras, doch auf naſſen, ſum⸗ pfigen Wieſen noch fortkommend.

b. Kleeartige Pflanzen.

1) Trifolium montanum, Bergklee, auf trocknen hochliegenden Wieſen; trägt wenig ein. 2) Trifolium ochroleucum, hellgelber Klee, häufig auf Waldwieſen. 3) Anthyllis vulneraria, Wundklee, auf kalkhaltigem, magerem Boden, noch geringer im Ertrage.

c. Sonſtige geringe Wieſenpflanzen.

1) Achillea millefolium, Schafgarbe, zwar geſund für das Vieh, aber ſehr hart, ſobald ſie Stengel getrieben hat. 2) Crysanthe- mum leucanthemum, weiße Wucherblume, hartſtenglich, mit wenig Blättern, hänfig auf trocknen Wieſen. 3) Scabiosa arvensis, Krätz⸗ blume oder Ackerſcabioſe, S. succisa, Teufelsabbiß, beide wie die vorige, aber auch auf mageren, feuchten Wieſen. 4) Centaurea scabiosa, C. jacea, Krätzflockblume und Wieſenflockblume, ſehr hart⸗

ſtenglig. 5) Leontodon taraxacum, Löwenzahn, liebt gute, feuchte Lage, zwar nahrhaft, verdrängt aber einträglichere Wieſen⸗ pflanzen. 6) Salvia pratensis, Wieſenſalbei, auf trocknen, beſon⸗

ders kalkhaltigen Wieſen; die Blätter zerfallen ſehr leicht beim Dür⸗ ren und die Stengel ſind hart. 7) Ranunculus acris, ſcharfer Hah⸗ nenfuß, auf naſſen, oder ſtark bewäſſerten Wieſen häufig, wenig nahrhaft. 8) Plantago media, breiter Wegerich, giebt wenig aus und verdrängt beſſere Pflanzen. 9) Lychnis flos cuculi, Kukuks⸗ lichtblume, auf feuchten Wieſen, von geringem Gehalte. 10) Or- chis latifolia, o. maculata und andere Kukuksblumenarten, häufig auf feuchten Höhewieſen, ſehr wenig nahrhaft. 11) Galium mo- luggo, g. verum, g. boreale, Labkraut, ziemlich nahrhaft, aber leicht hartſtenglich, letzteres auf Torfwieſen noch von Werth.