1. Gute Wieſenpflanzen. a. Eigentliche Gräſer.
1) Alopecurus pratensis, Wieſenfuchsſchwanz, ausgezeichnet, aber nur auf gutem, feuchtem Wieſenboden fortkommend.— 2) Fe- stuca elatior, f. pratensis, f. rubra, f. duriuscula, hoher, Wieſen⸗, rother und härtlicher Schwingel. Die zwei erſten gut und reichlich tragend, beide letztere weniger einträglich, aber auf trocknem Boden beſſer fortkommend.— 3) Poa pratensis, p. trivialis, Wieſen⸗ und gemeines Rispengras; jenes gut und faſt für jeden Boden, dieſes rauher, aber noch für etwas naſſe Lage geeignet.— 4) Poa annua, einjähriges Rispengras, zwar nahrhaft und unter höheren Gräſern als Bodengras ſchätzbar, hält ſich als einjähriges Gras jedoch nur auf halb als Weide und halb(nur für einen Schnitt) als Wieſe benutztem Graslande.— 5) Avena flavescens, a. pubescens, Gold⸗ und weicher Hafer, ſehr gut, wo die Wieſen nicht allzutrocken.— 6) Avena elatior(holcus avenacius, auch arrhenatherum elatius), franzöſiſch Raigras, mittelmäßig nahrhaft, äber reichlich lohnend auf guten, nicht naſſen Wieſen.— 7) Lolium perenne, engliſch Rai⸗ gras, kömmt faſt überall fort, trägt zwar nur mittelmäßig ein, iſt aber, wenn es nicht zu ſpät gemäht wird, ſchwer und nahrhaft; als Unterſaat für Wechſelwieſen wird ihm beſonderer Werth beigelegt.— 8) Lolium italicum, italieniſch Raigras, in Italien ſtark cultivirt, zarter und reichlicher lohnend, als L. perenne, aber auch weichlicher und leichter auswinternd.— 9) Dactylis glomerata, Knaulgras, ſehr einträglich, in naſſer Lage noch gut, und auch in trockner Lage noch ziemlich fortkommend, aber etwas hart, weßhalb da, wo es vorherrſcht, früh gemäht werden ſoll.— 10) Agrostis vulgaris, a. alba, a. stolonifera, gemeiner, weißer und geknieter Windhalm; der erſte paßt für magern, trocknen Boden, der letztere(eine Abart des zweiten, auch Fioringras genannt) iſt für torfigen Boden von hohem Werthe.— 11) Phleum pratense, Lieſch⸗ oder Timotygras, zwar etwas hart und ſpät, aber auf kaltem oder torfigem Boden noch ſehr gut fortkommend, und hier, ſo wie für Pferde⸗ und Rind⸗ viehweiden, ſehr zu empfehlen.— 12) Holcus lanatus, Honiggras, faſt überall fortkommend und für die geringeren, beſonders ſandigen, auch moorigen Bodenarten von größerem Werthe, als ihm gewöhn⸗ lich beigelegt wird. Es muß, um nicht an Nährkraft ſehr zu verlie⸗ ren, zeitig gemäht werden. Für gute Lagen ſteht es früher genann⸗


