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Grasniederlegung(ſ.§. 117.) mit entſchiedenerem Vortheile ſchaffen, als durch Beibehaltung magerer, nur mittelſt reichlicher Düngung mäßigen Ertrag gewährender Wieſen.
§. 16. Noch bleibt zu beachten, daß gutes Wieſengras das naturgemäßeſte Nahrungsmittel unſerer groͤßeren Nutz⸗ thiere iſt und daß, wenigſtens bei der Winterernaͤhrung, die Haltung, beſonders aber die Aufhzucht derſelben weſentlich beguͤnſtigt iſt, wenn man eine Zulage von gutem Wieſen⸗ heu zu geben im Stande iſt.
§. 17. Die landwirthſchaftliche Literatur beſitzt viele Werke über den Wieſenbau, von denen mehrere den Gegen⸗ ſtand allgemein behandeln, während andere das Verfahren
beſchreiben, wie es in gewiſſen Gegenden uͤblich n Empfehlenswerth ſind namentlich: Schwerz, practiſcher Ackerbau, J. Th. Burger's Reiſe durch Oberitalien, II. Bd. v. Lengerke, Anleitung zum practiſchen Wieſenbau, Prag 1836. Vorländer, die Siegen'ſche Kunſtwieſe, Siegen 1837.
§. 18. Die Lehre vom Wieſenbau umfaßt folgende einzelne Gegenſtaͤnde: I. Beſchaffenheit der Wieſen im All⸗ gemeinen. II. Kenntniß der Wieſenpflanzen. III. Trocken⸗ legung zu naſſer Wieſen. IV. Die Bewäſſerung. V. Die Düngung. VI. Sonſtige Pflege der Wieſen. VII. Verjuͤn⸗ gung alter und Anlegung neuer Wieſen. VIII. Erndte und Ertrag der Wieſen.
I. Beſchaffenheit der Wieſen im Allgemeinen.
§. 19. Die Wieſen ſind entweder„bleibende“ oder„Wechſelwieſen.“ Die bleibenden Wieſen ſind entweder„natürliche“, d. h. von Natur oder ſeit un⸗ denklicher Zeit in dem gegenwaͤrtigen Zuſtande, oder ſie ſind, in Folge kunſtgerechter Anlegung, im eigentlichen Sinne des Worts„Kunſtwieſen.“ Jene, die im Wechſel mit dem Anbau anderer Culturgegenſtände fuͤr eine gewiſſe Reihe von Jahren immer wieder von Neuem, oder kuͤnſtlich an⸗


