Teil eines Werkes 
1. Bandes, 2. Abtheilung (1839) Specielle Pflanzenproductionslehre
Entstehung
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§. 13. Im letzteren Falle iſt die Frage wichtig, ob eine fernere Beibehaltung zur Wieſe oder eine Umwandlung in Feld räthlicher ſey. Dieſe Frage laͤßt ſich aber nur nach Erwaͤgung der Wirthſchaftsverhältniſſe, namentlich der Lage, des Bodens, der Zuſammenſetzung der Wirthſchaft, der ein⸗ gefuͤhrten oder zu wählenden Fruchtfolge und der Viehnutzung des betreffenden Gutes einer Seits, ſo wie anderer Seits nach Erwägung der Beſchaffenheit der Wieſen an und fuͤr ſich, entſcheiden.

Dieſelbe Ueberlegung iſt auch zu nehmen, wenn es ſich darum handelt, zu entſcheiden, ob man bisher als Feld benutzten Boden in Wieſen verwandeln ſolle, wenn ſeine Lage an ſich dazu nicht ungeeig⸗ net iſt.

§. 14. Zunächſt dient hiebei Folgendes zum Anhalten: Je weniger Clima und Lage einen einträglichen Betrieb des Ackerbaues beguͤnſtigen, um ſo mehr iſt auf Ausdeh⸗ nung des Graslandes Bedacht zu nehmen; je weniger Lage und Boden dem Anbau der gewöhnlichen kleeartigen Futter⸗ kräuter Sicherheit darbieten, eine um ſo nothwendigere Stütze ſind die Wieſen für den Ackerbau, und um ſo mehr iſt nach einer ſtarken Zulage derſelden im Verhältniß zum Ackerlande zu ſtreben; je mehr dagegen der Boden zu einer hoͤheren Ackercultur geeignet iſt und dem künſtlichen Futter⸗ bau guͤnſtig, um ſo weniger bedarf man der beſtaͤndigen Wieſen.

§. 15. Dasjenige Grasland, das wegen zu trockner Lage und Mangel an Bewäſſerung nur duͤrftigen Ertrag abwirft(ſ.§. 23.), oder einen reichlicheren nur vermöge ſtarker Duͤngung gewährt, wird jedoch in den meiſten Fäl⸗ len mittelſt Aufbruch hoͤher zu nutzen ſeyn; dasjenige aber, welches ohne beträchtliche Düngung eine reichliche und werth⸗ volle Erndte liefert, wird nur ſelten auf andere Weiſe

hoher, oder auch nur eben ſo hoch, benutzt werden können. Im erſten Falle wird man faſt immer den Bedarf an Gras wuchs durch einen gut gewählten Wechſel zwiſchen Beackerung und