Teil eines Werkes 
1. Band, Pflanzenproductionslehre, 1. Abtheilung (1841) Allgemeiner Pflanzenbau
Entstehung
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seggetum, ſowohl den Raps, als das Wintergetreide ver⸗ zehrend, hält ſich am Tage in der Erde auf. Bei den bereits ausgebreiteten Pflanzen, wie Weißkohl, können die ganz jungen, noch truppweiſe zuſammenſitzenden Raupen in Menge vertilgt werden; bei den andern kann Streuen von Kalk, Gips, Aſche, ſowie Walzen einige Minderung be⸗ wirken.

§. 604. Auf Wieſen kann die Graseule, Noctua (Hadena) popularis, und die Grasmotte Noctua(Episema) graminis, Schaden anrichten. Den Flachs verzehrt zuweilen die Noctua(Plusia) gamma.

§. 605. Die den Obſtbäumen ſchädlichſten Raupen ſind: der Baumweißling, bapilio(Pontia) Crataegi; die ausgekrochenen Räupchen überwintern in Geſpinnſten (Neſtern); die Stammmotte, Bombyx(Liparis) Dispar, verzehrt vom Mai an Blätter, Bluͤthen und Früchte; der Goldafter, Bombyx(Liparis) Chrysorrhoea, eine der verheerendſten Obſtbaumraupen, welche ganze Plantagen entblättert; die Ringelraupe, Bombyx(Gastropacha) Neustria, legt ihre Eier als bunte Ringchen um die Zweige, die Räupchen halten ſich zu Anfang des Frühlings noch in Neſtern beiſammen; der Froſtfalter, Geometra Brumata; die bekannte ſchädliche Spannraupe, durch die viel empfoh⸗ lenen Theerbänder im Spatherbſt abzuhalten; der Apfel⸗ wickler, Tortrix(Carpocaspa) pomonana, welcher beſonders die Aepfel und Birnen anſticht(wurmſtichig macht). Außer den beſonderen Vertilgungsmitteln, welche ſich aus der ge naueren Kenntniß der Naturgeſchichte einer jeden Raupen⸗ art ergeben, werden als allgemeine Vertilgungsmittel der Obſtbaumraupen empfohlen: Abkratzen der halb loſen äußeren Rinde, Anſtreichen der glatt gemachten Rinde mit Kalk⸗ waſſer, Beſpritzen der Baͤume mit Salz- und Seifenwaſſer, Pudern mit Kalkſtaub mittelſt beſonderer großer Streubüchſen,