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1. Band, Pflanzenproductionslehre, 1. Abtheilung (1841) Allgemeiner Pflanzenbau
Entstehung
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§. 600. Mehrere Rüſſelkäferarten, oder deren Lar⸗ ven, richten ebenfalls unter verſchiedenen Gewächſen häufig Schaden an, als Curculio napi(der Pfeiffer) an den Scho⸗ tenölgewächſen, Curculio pisi, Erbſenkäfer, an den Huͤlſen⸗ früchten; ferner der Apfelruͤſſelkäfer, Curculio pomorum, deſſen Made die Apfelblüthen zerſtört, u. a.

§. 601. Des Zuſammenhangs wegen möge hier auch noch der ſchwarze Kornwurm, Calandra granaria, an⸗ gefuͤhrt ſein. Er gehört ebenfalls zu den Rüſſelkäfern, legt ſeine Eier im Frühjahre in die Körner; nach 6 Wochen entſteht die Made, welche das Innere des Korns verzehrt, ſich einpuppt, und im Juli als Käfer wieder zum Vorſchein kömmt, der ſich noch längere Zeit in dem Kornhaufen auf⸗ hält, über Winter aber in Ritzen oder in der Erde verbirgt. Außer den allgemein auf den Speichern als Vorbeugungs⸗ mittel zu beobachtenden Regeln(ſ.§. 645) empfiehlt man das Hinlegen ſtark riechender Gegenſtände, wie Hopfen, Tabak ꝛc., das Umgeben der Fruchthaufen im Fruühlinge mit einem Ringe von Aſche, öfteres Rollen und Anwerfen der Körner, damit die Käfer entfliehen oder ſterben.

Ueber den weißen Kornwurm ſ.§. 606.

b) Raupen von Schmetterlingen.

§. 602. Nicht weniger großen, oder noch größeren Schaden fügen einer großen Zahl von Gewächſen die Raupen verſchiedener Schmetterlinge zu. Namentlich ſind ihnen Kohl⸗ und Rübengewächſe und Obſtbäume ausgeſetzt, aber auch Getreide und Gras und verſchiedene andere Ge⸗ wächſe werden von ihnen heimgeſucht.

§. 603. An Kohlarten, Rübſen ꝛc. erweiſen ſich namentlich häufig ſchädlich: der Kohlweißling, Pa pilio(Pontia) brassicae, beſonders am Weißkohl, an den Kohlrüben ꝛc.; der Rüben⸗ und Rapsfalter, Papilio

(Pieris) rapae und napi, die Saateule, Noctun(Agrotis) Pabſt Landwirthſchaft. I. 1. Zweite Auflage. 19