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Die Maikäfer können den Schweinen und dem Federvieh ge⸗ füttert werden; es iſt jedoch Vorſicht nöthig, daß man nicht zuviel davon gebe. Auch kann ein zu Wagenſchmier ꝛc. brauchbares Fett aus den Maikäfern gepreßt werden.
Man unterrichtet ſich gründlich über diefen Gegenſtand in: Plieningers„der Maikäfer als Larve und als Käfer“ Stutt⸗ gart 1834.“
Einigen Schaden, jedoch weit weniger als der Maikäfer, ver⸗ urſacht auch der ihm ähnliche, aber kleinere, Brachkäfer(Melo- lonthra solsticialis.)
§. 598. Die Erdflöhe, Haltica, deren es eine be⸗ trächtliche Zahl verſchiedener Arten giebt, als H. oleracea, H. napi, H. brassicae etc.— gehören zu unſeren weit ver⸗ breiteſten Pflanzenzerſtörern. Sie greifen eine Menge junger, kaum aufgeſproßter Pflanzen an, beſonders alle Kohl- und Nuͤbenarten(Naps, Rübſen ꝛc.) Lein, Klee, Hülſenfruͤchte, und vernichten große Strecken der Saaten ſolcher Pflanzen. Warme Witterung, warmer Dünger, warmer Boden, be⸗ gunſtigen weſentlich ihre Entwickelung. Ganz zuverläſſige Abhaltungsmittel gegen den Erdfloh ſind bis jetzt nicht be⸗ kannt; aber mit mehr oder weniger Glück wendet man folgende Mittel dagegen an: Einbeizen des Saamens mit Kalk, Jauche und ſtinkenden Sachen, namentlich Assa foetida; Düngung mit Jauche, Kalk, Knochenmehl, Aſche, Ruß, Salz, theils vor, theils nach der Saat; ſtreuen von Tabaksſtaub; Ueberſpritzen mit Waſſer worin Salz aufge⸗ lößt, oder Knoblauch, Hollunder, Fiſchreſte ꝛc. gekocht; Nach⸗ ſäen von Saamen, deren Pflanzen der Erdfloh beſonders gerne verzehrt, unter die eigentliche Saat, als Creſſe, Raps ꝛc.; Saen von Hanf und anderen Pflanzen, deren Geruch den Erdflöhen zuwider, als Einfaſſung der Beete. V
§. 599. Der Glanzkäfer, Nitidula aenea, iſt be⸗ V ſonders dem Raps und Rubſen gefährlich, indem er deſſen Bluͤthe zerſtört. Ein practiſch anwendbares Vertilgungs⸗ mittel kennen wir leider bis jetzt nicht.


