Teil eines Werkes 
1. Band, Pflanzenproductionslehre, 1. Abtheilung (1841) Allgemeiner Pflanzenbau
Entstehung
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deßhalb genau, welche Vögel uns mehr nützlich, als ſchäd⸗ lich ſind, bevor man einen Vertilgungskrieg gegen dieſe armen Thiere beginnt. Durch Verſcheuchen läßt ſich auch häuftg größerem Schaden vorbeugen.

3) Inſecten.

§. 596. Eine große Zahl der in dieſe Claſſe gehörigen Thiere, theils im ausgebildeten, theils im Larvenzuſtande, fügt unſeren landwirthſchaftlichen Producten Schaden, oft ſehr beträchtlichen, zu und noch zur Zeit ſind wir bei der Mehrzahl ungewiß oder ſelbſt ganz im Dunkeln, ob und welche Vorbeugungs⸗ oder Vertilgungsmittel vorkommenden Falls genügenden Erfolg verſprechen. Lernen wir wenigſtens die ſchlimmſten dieſer Feinde näher kennen.

a) Käfer.

§. 597. Der Maikäfer, Melonthra vulgaris. Iſt ſchon der Schaden beträchtlich, den die Maikäfer in manchen Jahren bei den Obſt- und Waldbäumen anrichten, ſo iſt doch der Schaden, welchen deren Larven, die drei bis vier Jahre in der Erde lebenden Engerlinge, durch Verzehren der Wurzeln junger Saaten, des Klees, Graſes, der Knol⸗ lengewächſe ꝛc. verurſachen noch weit beträchtlicher. Das wirkſamſte Mittel großem Schaden vorzubeugen iſt: in der gan⸗ zen Flur mit Einſchluß der Waldränder durchgeführtes tägliches Abſchüͤtteln der in Menge auf den Bäumen ſich zeigenden Käfer und Tödten derſelben. Dann ſind noch zu empfehlen: Ableſen der Engerlinge beim Pfluͤgen der Felder, wo ſich deren viele zeigen; Auftreiben der Schweine auf die abge⸗ erndteten Felder, wo ſich viele Engerlinge zeigten; Um⸗ hacken der Stellen, wo die Pflanzen größtentheils durch den Engerlingfraß abſterben.

Im Großherzogthnm Heſſen beſtehen polizeiliche Verordnungen zu Vertilgung der Maikäfer, Raupen ꝛc.