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giebt vielerlei Mittel, ſie zu vermindern, welche jedoch nur dann einigen Erfolg haben, wenn ſie gleich Anfangs, wo ſich eine Vermehrung der Mäuſe zeigt, beſonders aber wenn ſie gleichzeitig in ganzen Fluren zur Ausführung kommen. Die bewährteſten ſind: Gift, durch ſichere Perſonen, mit Aepfeln, Rüben, Pfannkuchen, Körnern(in Giftwaſſer ge⸗ ſotten) in die Höhlen gelegt; das Bohren von Löchern in den Gängen zwiſchen den Mauslöchern, oder das Verſenken
von Töpfen, um die hineingefallenen Mäuſe dann zu tödten
(die Töpfe könner auch mit Waſſer halb gefüllt werden); ferner das Ausgießen der friſchen Löcher mit Waſſer, nach⸗ dem alle Löcher vorher zugetreten waren: das Ausräuchern, wozu man ein eigene Maſchine hat(beſchrieben in Schwerz's belgiſcher Landwirthſchaft) hat ſich im Größeren nicht be— währt. Das Schonen der Thiere, welche den Mäuſen nach⸗ ſtellen, wie Füchſe, Katzen, Raben und Eulen, iſt gewiß auch ein Mittel, dem Ueberhandnehmen der Maͤuſe vorzu⸗ beugen.
Veim Pflügen der Felder, worin viele Mäuſe waren, iſt noch beſonders zu empfehlen, hinter jedem Pfluge ein oder zwei Buben anzuſtellen, um die hervorkommenden Mäuſfe todt zu ſchlagen. Auch beim Ausgießen der frifch geöffneten Löcher mit Waſſer kann man viele hervorkommende Mäuſe tödten.
Naſſe Witterung, beſonders auch Glatteis und eine Art epide⸗ miſche Räude, welche ſich zuweilen unter den Mäuſen einſtellt, ver⸗ mindern glücklicher Weiſe in der Regel im Spatherbſt und Winter die Mäuſe ſo ſtark, daß im folgenden Frühjahr nicht viel übrig geblieben ſind, wenn fie auch im Herbſt ungewöhnlich zahlreich waren.
2) Vögel..
§. 595. Tauben, Krähen, Sperlinge und viele andere Vögel ſchaden entweder durch das Aufleſen des geſäeten Saamens, oder indem ſie die reifenden Früchte in großen Schwärmen überfallen. Viele Vögel ſind dagegen Feinde der Mäuſe, Inſecten, Schnecken ꝛc. Man unterrichte ſich


