Teil eines Werkes 
1. Band, Pflanzenproductionslehre, 1. Abtheilung (1841) Allgemeiner Pflanzenbau
Entstehung
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und die Verdünſtung der auf ſie gefallenen Nebel und Regen auf weithin einen ſtärkern Regenfall veranlaſſen.

8) Beſchaffenheit und Benutzungsweiſe des Bodens.

§. 25. Der Einfluß, den der Boden ſelbſt auf das Clima hat, iſt nicht unbedeutend: kalkiger, beſonders krei⸗ diger oder mit vielen Kalkſteinen angefüllter Boden, ſo wie ſandiger und kieſiger Boden, iſt wärmer und die Wärme ſtrahlt von dieſen Bodenarten mehr zurück, als von tho⸗ nigem oder moorigem Boden; jene Bodenarten laſſen die Feuchtigkeit ſtark durch, dieſe verhindern dieß und es muß deßhalb mehr Feuchtigkeit verdünſten. Auch die Benuz⸗ ungsart des Bodens, nicht nur hinſichtlich der Waldfläͤche zur nicht bewaldeten, ſondern auch in welchem Verhältniſſe Ackerfeld, Wieſen und unbenutzter(kahler) Boden zu ein⸗ ander ſtehen, iſt nicht ohne Einfluß. Je weniger nämlich der Boden anhaltend mit Pflanzen bedeckt iſt, deſto mehr wirkt dieß auf Trockenheit und Wärme, und ſo umgekehrt. Ferner iſt nicht gleichgültig, ob die Felder mit Obſt⸗- oder andern Baumpflanzungen durchſchnitten, ob ſie mit lebenden Hecken befriedigt ſind oder nicht.

Auf einer dicht mit Gras bewachſenen Wieſe iſt es kühler, als

auf einem abgeärndteten Getreidefelde; dort fällt mehr Thau als hier, weil die Pflanzen⸗ und Bodenausdünſtung ſtärker iſt.

Bezeichnung des Clima's. §. 26. Die Haupteintheilung des Clima's auf jeder Erdhälfte iſt bekanntlich die in drei Zonen, die heiße (vom Aequator bis zum 23 ½1 nördlicher oder ſüdlicher Breite), die gemäßigte(vom 23 ½ bis zum 66 ½°0 nörd⸗ licher oder ſüdlicher Breite), und die kalte(über den 66 ½° hinaus). Die gemäßigte Zone theilt ſich wieder in eine