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ſuͤdliche und noͤrdliche Haͤlfte. Zur ſpecielleren Be⸗ zeichnung des Clima's bedient man ſich der Ausdruͤcke: warm, mild, rauh, kalt, naß, feucht, trocken u. ſ. w. Ferner iſt es, um das Clima einer Gegend näher zu be— zeichnen, ſehr zweckmäßig, das Gedeihen gewiſſer allgemein bekannter Gewächſe zu berückſichtigen.
Von dem Punkte, wo keine Cultur mehr ſtatt findet und nur noch Gras und gewiſſe Bäume und Sträucher fortkommen(der Waldregion), bis zu den mildeſten Lagen Europa's möchte ſich zu dem Ende folgende Stufenleiter annehmen laſſen: a) Clima in welchem nur noch Sommergetreide z. B. Gerſte, Buchweitzen ꝛc., gebaut werden kann; b) Clima, in welchem die gewöhnlichen Win⸗ terfrüchte(Rocken und Weitzen) ſchon ſicher gedeihen; c) wo Raps und Wintergerſte mit Sicherheit gebaut werden können; d) Clima, in welchem der Mais regelmäßig zur Reife kommt; e) Clima, wo der Weinſtock im Freien fortkömmt und reife Früchte trägt; f) wo der Mandelbaum und die zahme Caſtanie im Freien gedeihen und deren Früchte reif werden; g) Clima für die Oliven.
§. 27. Kann auch der Menſch an den Hauptpotenzen, welche das Clima beſtimmen, nichts ändern; ſo kann er dennoch in vielen Fällen günſtig auf daſſelbe einwirken, als durch Niederſchlagen zu vieler Wälder, Bewaldung der entblößten Anhöhen, Einfriedigung, Entwäſſerung und Trockenlegung u. ſ. w.
Brittes Capitel.
Kenntniß des Bodens.
§. 28. Der Boden, inſoferne wir ihn in Beziehung auf Ausübung der Landwirthſchaft in Betracht zu ziehen haben, beſteht aus einem Gemenge von mineraliſchen Sub⸗ ſtanzen und organiſchen Reſten. Dieſes Gemenge iſt jedoch


