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dorten die Sommer kühler und feuchter ſind. Die Naͤhe des Mee⸗ res kann die Regenmenge um ½ bis ½ vermehren. Berlin und Haag liegen beide unterm 52⁰. Dort iſt der Regenfall jährlich 19,6“, hier 26,4“. Die Nähe großer Moore wirkt vorzugsweiſe lauf Erkältung des Clima's.
5) Die Nähe von Gebirgen.
§. 22. Die Hochgebirge wirken im Allgemeinen auf eine Verringerung der Temperatur bis auf eine gewiſſe Entfernung hin, und ein häufigerer Wechſel der Witterung wird dadurch veranlaßt. Unter gewiſſen Bedingungen kön⸗ nen ſie aber auch vortheilhaft auf das Clima einwirken; dieß gilt beſonders für diejenigen Gegenden, welche den Gebirgen ſo nahe liegen, daß die daher kommenden Winde darüber hinwegſtreichen, namentlich gewähren die Gebirge, wenn ſie gegen Norden, Nordoſt oder Nordweſt liegen, für die näheren Umgebungen bedeutenden Schutz.
Die Gegenden unter oder die geſchützten Thäler in den Gebir⸗ gen leiden dagegen häufig von Gewittern. Oft iſt auch nur ein gewöhnlicher Bergrücken, ein Wald oder ein Strom die Veranlaſ⸗ ſung, daß ein Landſtrich vorzugsweiſe von Gewittern beſchädigt oder verſchont wird.
6) Geſtaltung der Bodenoberfläche.
§. 23. Anders iſt das Clima in ebenen Gegenden, anders das in hügeligen, wenn auch Breitegrad und Ele⸗ vation ſich gleich ſind. Während in ebenen Gegenden des Binnenlandes das Clima gewöhnlich auf große Strecken ſich gleich verhält, findet in unebenen(durchſchnittenend Ge— genden ein um ſo häufigererer Wechſel der Witterung und des Climas ſtatt, je auffallender und häufiger der Wechſel zwiſchen Berg und Thal iſt. Je nach den beſonderen Ver⸗ hältniſſen kann das Clima in der Ebene oder das in der durchſchnittenen Gegend günſtiger ſein.


