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in vieler Beziehung unterſtützen ſie ſich gegenſeitig, öfters aber begegnen ſie ſich auch feindlich. Dazu kömmt, daß die Natur der Gewächsarten hinſichtlich ihres Verlangens nach Wärme, Feuchtigkeit, Bodenbeſchaffenheit und Menge des Nahrungsſtoffes höchſt verſchieden iſt, und daß ein jeg— liches nur dann, wenn neben einem angemeſſenen Boden und anpaſſender Cultur, Wärme, Feuchtigkeit und Nahrungs⸗ kraft in einem beſtimmten Maaße zuſammentreffen und wirken, den vollkommenſten Ertrag gewähren kann.
Zweites Capitel.
Vom Clima.
§. 15. Unter Clima verſtehen wir die beſondere Be— ſchaffenheit der Atmosphäre einer Gegend oder eines Ortes, namentlich das Maas der Wärme und des Feuchtigkeits⸗ niederſchlags und die Vertheilung beider in die einzelnen Jahreszeiten.
Man hat längſt und nun auch von ſehr vielen Orten, nach den von Chiminello und Schouw aufgeſtellten Principien, die Durchſchnittstemperatur in den vier Jahreszeiten und fürs ganze Jahr in Folge mehrjähriger täglicher Beobachtungen ermittelt. Eine geringe Durchſchnittstemperatur in Oeutſchland iſt+ 60 R.— eine mittlere 7⁰ und die höhere, in den ſüdlichen und ſüdweſtlichen Theilen vorkommende— 80 R: und auch noch etwas darüber.
Der Niederfall an Regen und geſchmolzenem Schnee wird nach jährlich angeſtellten genauen Meſſungen in Zollen ausgedrückt. Ein Regenfall von nur 18 bis 19 Zoll jährlich läßt auf ein trocknes, ein Regenfall von 21 bis 24 Zoll auf ein mäßig feuchtes, darüber(was bis 40 Zoll ſteigen kann) auf ein feuchtes Clima ſchließen.


