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falls nach der Laͤnge liegen, ſo daß jeder Bogen
neun Zoll lang iſt, und die zwiſchen dieſen Bogen befindlichen Zwiſchenraͤume vier und einen halben Zoll betragen. In der Richtung dieſer Zwiſchen⸗ raͤume ſind die Seitenvertiefungen nach der im Grund⸗ und Aufriß angegebenen Form eingerichtet. Die Groͤßenverhaͤltniſſe aller Theile dieſes Ofens koͤnnen
nach dem unter dem Grundriſſe befindlichen Maß⸗
ſtabe abgemeſſen werden.
Die durchbrochene Woͤlbung muß in den leeren Zwiſchenraͤumen drei aus Backſteinen gebildete Baͤn⸗ der bekommen; das eine laͤuft oben laͤngs des Schluſſes der Woͤlbung hin, und die beiden andern mit dieſem erſten parallel zu beiden Seiten in glei⸗ cher Entfernung zwiſchen demſelben und dem An⸗ fange der Woͤlbung. Dieſe Baͤnder geben der gan⸗ zen Woͤlbung Feſtigkeit und machen ſie geſchickt die Laſt des Thones zu tragen.
Man benutzt den Thon in großen Stuͤcken in dem Ofen, und laͤßt Leeren zwiſchen demſelben, da⸗ mit die Hitze ſich uͤberall verbreiten koͤnne. Iſt der Thon bis zu einer Hoͤhe von zwei bis drei Fuß ordentlich geſetzt und aufgeſchichtet, ſo kann man ihn alsdann wie er kommt daruͤber her werfen. Die großen Stuͤcken werden alſo zuerſt in den Ofen ge⸗ than und die kleinern daruͤber her. Der Thon muß in einem noch etwas feuchten Zuſtande ſeyn; bringt man ihn zu trocken in den Ofen, ſo wird er durch das Brennen hart wie Stein; bei einer zweckmaͤßi⸗ gen Feuchtheit aber, wird er gleichſam durchgekocht, und verwandelt ſich in eine lockere Maſſe, welche ſich, wenn man ſie der freien Luft ausſetzt, durch ihre Einwirkung von ſelbſt puͤlvert. Ein Karren, oder ſechzehn Scheffel Thon wiegt in ungebrann⸗ tem Zuſtande ohngefaͤhr funfzehnhundert Pfund,


