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Der Standort des Ofens muß ſo nah als moͤglich bei den Stoffen gewaͤhlt werden, welche man zu brennen gedenkt. Beſteht der zu brennende Stoff aus Thon oder Kleiboden, und man hat den Platz und die Gelegenheit dazu, ſo thut man wohl, ihn vermittelſt des Pfluges in großen Baͤnken vom Grunde loszureißen und dieſe Baͤnke mit dem Grab⸗ ſcheit in Klumpen zu zerſtechen, welche man ſodann auf Karren oder Radbaͤrren zum Ofen bringt.
Die beſte Oertlichkeit zur Anlage des Ofens
bietet eine ſenkrechte Wand in Mergel, Lehm, Thon
oder ſonſt einer feſten Bodenart dar, in welcher man den Heerd recht tief ausgraben kann, denn je tiefer dieſer gegraben wird, deſto mehr Raum er⸗ haͤlt der Ofen.
Iſt der Ort zum Ofen beſtimmt, ſo wird die Oberflaͤche des Platzes gehoͤrig wagerecht geebnet und der obere Umfang des Ofens genau bezeichnet. Hierauf wird der Ofenraum ausgegraben, ſo daß ſeine Seitenwaͤnde unten allmaͤhlig enger zuſammen⸗ laufen, ſo wie es die punktirten Linien im Aufriß der Vorderſeite des Ofens Tafel III. Fig. an⸗ geben. 5
Theile des Heerdes gekommen iſt, ſo ebnet man den Boden des Ofens, zeichnet auf demſelben in der Mitte die breitere Vertiefung und den Heerd ab, und graͤbt dieſe ſenkrecht aus. Die Vertiefung in der Mitte des Ofenbodens ſenkt ſich etwas nach vorn, damit das Waſſer leichter ablaufen koͤnne. Ihre Seitenwaͤnde ſind mit Backſteinen ausgemauert, welche nach ihrer Laͤnge gelegt werden; ſie ſind vier und einen halben Fuß dick und bilden die Strebe⸗ pfeiler oder Stuͤtze der durchbrochenen Woͤlbung. Dieſe beſteht aus geſchnittenen Backſteinen, die eben⸗
Wenn man mit dem Ausgraben bis zum obern


