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gebrannt aber wiegt er nur zwoͤlfhundert Pfund. — Als Brennmaterial habe ich bisweilen große Baumwurzeln(Unterſtocken) angewendet, von denen mich die Klafter nicht hoͤher als vier Schilling (1 Rthlr. 6 gr.) zu ſtehen kommt; bisweilen auch Ofenwellen, von denen das Hundert ebenfalls 4 Schilling koſtet. Mit dieſem Brennmaterial habe ich einen Verſuch in einem kleinen Ofen mit offenem Schornſtein gemacht. Mit 265 Wellen und einer Klafter Stocken wurden achtzig Karren oder zwoͤlf⸗ hundert Scheffel Thon vollkommen gebrannt; ſo daß mich das Brennmaterial bei dieſem ganzen Brande nur auf dreizehn Schilling(4 Rthlr. 1 gr. 6 pf.) und bei einem Karren voll noch nicht einmal auf voͤllige zwei Pence(ohngefaͤhr 1 gr. 2 ¼ pf.) kam. Der ganze Brennaufwand betrug auf den Karren Thon zehn und einen halben Pence(6 gr. 6 ¾⁴ pf.).
Wir theilen hier noch zum Beſchluſſe das mit, was Herr Cartwright in ſeinem Aufſatze, von dem wir oben Seite 27. u. f. einen Theil gegeben haben, uͤber das Thonbrennen ſagt..
„Als ich, ſpricht er, vor drei Jahren anfing Thon zu brennen, folgte ich den gedruckten Anwei⸗ ſungen, wie ich ſie in verſchiedenen Schriften uͤber dieſen Gegenſtand fand; ich konnte aber dadurch denſelben nie wohlfeiler erhalten, als Stallduͤnger mir zu ſtehen gekommen ſeyn wuͤrde. Ich verſuchte daher, ob ich den Thon nicht auf eine wohlfeilere Weiſe brennen koͤnnte, und nach vielen Verſuchen zeigte ſich folgendes Verfahren als das beſte. Ich ließ einen Graben von ohngefaͤhr 20 Fuß Laͤnge, 3 Fuß Tiefe und eben ſo viel Breite mit ſolchem Abfall ziehen, daß das Waſſer frei ablaufen konnte. An dem obern Ende dieſes Grabens errichtete ich auf den Seiten deſſelben einen Bogen aus Back⸗


