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2) Desgleichen eine gute Milchkuh von ſtarkem Mittelſchlag kommt dem Ackerbau fuͤr Fut⸗ ter und Einſtreumittel, nach Abzug des Duͤngerwerths, in einem Jahre laut dieſer Berechnung Lit. M. zu ſtehen
. auf 1875 Pfund Roggenwerth.
3) Und das einſchuͤrige feine Schaaf, von ſtarker Natur, koſtet dem Ackerbau an Futter und Einſtreumittel, nach Abrechnung des Duͤngerwerths, in einem Jahre laut dieſer Be⸗ rechnung Lit. M.
160 Pfund Roggeitwerih
Wenn nun die Frage iſt, in welchem Verhaͤltniß kommt dem Ackerbaue hier Orts, nach
der beſchriebenen Futterung, Einſtreu und Gewinnung des Duͤngers, die Haltung des
Pferdes, der Kuh und des Schaafes fuͤr Futter und Einſtreumittel, nach Abrechnung
des Duͤngers nach einer gegenſeitigen balancirenden Berechnung zu ſtehen? ſo ergiebt
ſich aus denen ſaͤmmtlichen Veranſchlagungen folgende Beantwortung:
a) daß von den Unterhaltungskoſten, welche ein Pferd fuͤr Futter und Einſtreu⸗ nach Ab⸗
rechnung des Duͤngers in einem Jahre erfordert
27 Stuͤck Kuͤhe,
oder 26 ⅞ Stuͤck Schaafe vollkommen im Jahre hindurch ernaͤhrt werden koͤnnen, und b) daß von denen Unterhaltungskoſten, welche eine Kuh fuͤr Futter und Eingereumittel nach
Abrechnung des Duͤngers in einem Jahre bedarf,
113 ¾ Stuͤck Schaafe ein volles Jahr hindurch ernaͤhrt werden koͤnnen.
Dieſe Verhaͤltniſſe bleiben ſich natuͤrlich aber nur ſo lange treu, als die Ernaͤhrung und Haltung des Pferdes, der Kuh und des Schaafes nach beſchriebener Art gleichmaͤßig ſtatt fin⸗ det. Wird hingegen eine Gattung dieſer Thiere ſchlechter gehalten, oder eine andere im Som⸗ mer von der Weide ernaͤhrt, wo der Duͤnger eines Theils der Duͤngerſtaͤtte entgeht, ſo iſt auch das angefuͤhrte Verhaͤltniß gebrochen.
. Man rechnet ſonſt gewoͤhnlich 10 Stuͤck Schaafe ſauf eine Kuh, welche Annahme auch wenn die Kuh groͤßtentheils im Stalle, das Schaaf aber groͤßtentheils von der Weide ernahrt wird, nach den Reſultaten mehrerer daruͤber angelegten Berechnungen, mir ganz richtig zu ſeyn ſcheint.
Zu dem aufgeſtellten Grundſatz, daß bei der thieriſchen Ernaͤhrung ſo Vieles, worin⸗ nen wir wenige, auch gar keine unmittelbare Nahrungskraft bemerken, dennoch mittelbar un⸗ ter richtigen Verhaͤltniſſen angewandt, auf die Ernaͤhrung des Thiers maͤchtig wirkt, kühre ich, um dieſe meine Meinung mehr zu verdeutlichen, noch folgendes an:


