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Resultate der Versuche über Erzeugung und Gewinnung des Düngers : wie solcher unter bestimmten Verhältnissen aus Futter und Einstreu bei Haltung der Pferde, des Rindviehes und der Schaafe entsteht ; nebst einer Berechnung oder Ausmittelung des Gewichts und Maaßes von denjenigen ländlichen Erzeugnissen, welche zur Ernährung der Thiere und Erzeugung des Düngers am gewöhnlichsten angewandt werden ; desgleichen Versuch zu einer Werths-Vergleichung der vorzüglichsten Ackerbau-Erzeugnisse nach Roggen-Körner-Werth, wie solche ... bei dem Gute Schierau angenommen und berechnet werden / vom Königl. Amts-Rathe Block. Mit einem Vorw. und Anm. vom Staats-Rathe Thaer
Entstehung
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Das erſte angefuͤhrte Beiſpiel, wo das Schaaf 3 Pfund Kartoffeln und 1 ½ Pfund Heu täglich bekommt, iſt nur um eine Vergleichung aufzuſtellen, angenommen, indem wohl keine Schaͤferei ſtatt findet, wo man gerade dieſes Futter nur allein, ohne alles Stroh, den Schaa⸗ fen geben wird. Erhaͤlt aber das Schaaf bei dieſem Futter noch ſo viel Stroh nebenbei, als es wuͤnſcht und ihm bei der ſtarken Kartoffel⸗Futterung auch zuträglich iſt, ſo wird daſſelbe ſich zwar wohl und geſund dabei befinden, aber im Verhaͤltniß des Aufwandes als Zucht⸗ oder Nutzvieh ſein Futter weit niedriger bezahlen, da dieſe Futterung ſich mehr fuͤr Maſt⸗ vieh eignet.

Bei Berechnung der Ernaͤhrungskoſten des Schaafes iſt das Futter fuͤr die Laͤmmer in keine Anrechnung deshalb gekommen, weil der Bedarf derſelben, wegen des verſchiedenen koͤrperlichen Zuſtandes von 4 bis 16woͤchentlichen Alter, keine ſo genaue Berechnung pro Tag und pro Stuͤck zuließ. Die Futterzulagen aber, welche das tragende und ſaͤugende Mutter⸗ vieh erhaͤlt, ſind bei dem in Rechnung gebrachten Futter mit inbegriffen.

Zu den Strohfutterungen bemerke: daß ich unter Stroh ſtets nur rein ausgedroſche⸗ nes, aber gut aufgekommenes, nicht in der Ernte durch anhaltenden Regen abgeroͤſtetes, ent⸗ kraͤftetes, oder in der Reife uͤberſtaͤndig gewordenes und in Scheunen umgekommenes Stroh ver⸗ ſtehe und meine. Hat das Stroh viel gruͤnes Futter bei ſi ch, ſo wird der hoͤhere Werth deſ⸗ ſelben bei der Futterung mit veranſchlagt.

Bei Berechnung der Sommerfutterung der Schaafe iſt eine complette Stallfutterung angenommen, ganz in dem Verhäͤltniſſe, wie ſich ſolche aus mehrjaͤhrigen Verſuchen ergeben hat, bemerke jedoch bei dieſer Gelegenheit, daß meine Schaafe in der Regel im Herbſt auf die Stoppelweide getrieben werden, welche groͤßtentheils mit Klee, weißen und etwas rothen daran gemengt, fuͤr die Monate Auguſt, September und October angedaut find; auch daß ich nicht mehr ſo ſtrenge die Stallfutterung beobachte, oder vielmehr darauf halte, indem ich dem aͤltern Schaafvieh jetzt ſchon ſeit 2 Sommern, vom Juni an, eine angebaute Weide von circa. 60 Morgen eingebe. Ich habe dieſe Abaͤnderung aus der Urſache hauptſaͤchlich getroffen, damit diejenigen Schaafe, welche oft in weite Entfernung verkauft werden, den Transport behe⸗ aushalten.

Aus den Werths⸗Veranſchlagungen der Ernaͤhrungs⸗ und Einſtreumittel fuͤr das pferd, die Kuh und das Schaaf ergeben ſich nun folgende Vergleichungen:

1) Ein ſtarkes Ackerpferd koſtet, nach der beſchriebenen Futterung Lit. J. dieſer Berechnung, an Futter und Einſtreu auf ein Jahr, excl. aller andern Koſten, aber nach Abrechnung des Werthes vom erhaltenen Duͤnger

4192 Pfund Roggenwerth.