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land ausgebreitet, im Fruͤhjahre das Stroh wieder vom Acker abgeharkt(gerecht) und
dann ohne nochmalige Pflugbearbeitung Hafer darauf geſaͤet und eingeegget, der Erfolg
war, daß dieſe Flaͤche ſchon im Fruͤhjahr durch ſchwaͤrzere Farbe ſich auszeichnete, ſie auch bei eintretender Duͤrre ſich feuchter erhielt und in der Ernte ein Viertheil mehr
Gewicht an Stroh und Koͤrnern lieferte, als die angraͤnzende Flaͤche von gleicher Groͤße, Cultur und Guͤte. Dagegen hat mir die bloße Gillen⸗Duͤngung auf Aecker nie die volle Wirkung hervorgebracht, welche ich mir bei Anwendung derſelben von der Kraft
der Gille verſprach.— RNimmt man 100 Pfund Stroh, traͤnkt ſolches voͤllig mit dem Urin von Pferden und laͤßt das Stroh wieder ganz trocken werden, ſo haben die 100 Pfund Stroh 3 bis 6 Pfund an Gewicht zugenommen. Bei ein und demſelben Verſuche mit dem Urin von der Kuh gaben 100 Pfund Stroh ein groͤßeres Gewicht von 4 Pfund und von Schaafen 8 bis 9 Pfund.
Die Eigenſchaft, Feuchtigkeit an ſich zu ziehen und der Erde wiederum mitzutheilen,
welche der Urin naͤmlich dem Strohe giebt, erhaͤlt ſich eine lange Zeit in dem getraͤnk⸗ ten Stroh, daſſelbe kann dieſe Wirkung oft aͤußern, auch ſehr oft in trocknen Zuſtand gebracht werden und dennoch wird es die Wirkung der Anziehung wiederholen, wenn auch im mindern und abnehmenden Grade. Man kann dieſe Wirkung durch folgenden
Verſuch ſich recht leicht verſinnlichen: man nehme 6 bis 10 Loth trockenes Stroh, feuchte
ees durchgaͤngig mit Urin an und trockne es voͤlig wieder, dann befeſtige man es an den Endpunkt eines recht leichten, von einem Rohrhalm geſchnittenen, beweglichen Wa⸗ gebalkens, welcher an ſeinem Mittelpunkt an einem Faden haͤngt, beſchwere das ent⸗ gegengeſetzte Ende des Balkens mit gleichem Gewicht, ſo, daß Gewicht und Stroh
ganz wagerecht ſtehen und man wird binnen einer halben Stunde, auch in der Stube,
die anziehende Eigenſchaft des mit Urin getraͤnkten Strohes zur Verwunderung auffal⸗ lend finden, indem das Stroh durch die Anziehung ſchwerer wird und ſich bald herun⸗ terſenkt. Man kann dieſen Verſuch ſehr oft durch das Abtrocknen des Strohes auf dem warmen Ofen wiederholen und man wird dennoch auch nach dem 4oſten Verſuche die Wirkung des Urins im Strohe, wenn auch immer in einem etwas verminderten und abnehmenden Grade, finden*).
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*) Die anziehende Kraft wuͤrde doch genauer auf einer empfindlichen Wage beobachtet und gemeſſen wer⸗
den koͤnnen. Aus der Verſchiedenheit derſelben bei verſchiedenen Erd⸗ und Duͤngerarten laſſen ſich ſehr wichtige Folgerungen ziehen und ſie giebt bei den Ackererden einen ziemlich zutreffenden Maaß⸗


