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ger, Exkremente allein, ohne Beimiſchung von Streumaterial, kommen ſpaͤter in Gaͤh⸗ rung und erhitzen ſich nur wenig.
10) Exkremente von Koͤrnerfutterung erhitzen ſich jedoch ſchneller, als Exkremente, welche von Wurzelfruͤchten entſtanden ſind. Die Kartoffel giebt z. B. ein geringes Volumen an Duͤnger, er iſt aber im Verhaͤltniß gegen Koͤrner⸗Duͤnger bedeutend ſchwerer— und widerſteht der Verweſung eine laͤngere Zeit.
11) Iſt der Einſtreu, welche die Exkremente auffangen oder faſſen ſoll⸗ Hafer⸗ und Gerſtenſtroh beigemengt, ſo erhitzt ſich der Duͤnger ſchneller und bewirkt ein groͤßeres Minus als das Roggenſtroh,
12) Bei Berechnung des Duͤngers, welcher von Einſtreuſtroh entſteht, iſt folgendes Verhaltniß angenommen:
a) beim Kuhvieh, bei Stallfutterung, iſt eine kraͤftige und der Milchkuh angemeſſene feuchte Futterung berechnet, die Exkremente haben dann gewoͤhnlich 84 p. C. Feuch⸗ tigkeit und erfordern, wenn Duͤnger und Urin groͤßtentheils aufgefangen werden ſoll, taͤglich pro Kuh 10 bis 12 Pfund Einſtreuſtroh;
b) das Pferd, wenn ſolches mit Koͤrnern, Heu und Stroh ernaͤhrt wird und den
* ganzen Tag im Stalle ſteht, 6 Pfund, wenn ſolches aber bei Tage im Felde ar⸗ beitet 4 Pfund Einſtreuſtroh;
c) das Schaaf im Durchſchnitt, alt und jung, bei guter Futterung? 3 pfund Streu⸗ ſtroh.
Wird ein groͤßeres Gewicht an Einſtreu verbraucht, ſo entſteht aus dem Stroh kein ſo kraͤftiger Duͤnger; es geſchieht zum Nachtheil der Wirthſchaft, indem der Werth des Strohes nicht voͤllig ausgenutzt werden kann. Ausnahmen finden ſtatt bei Maſtungen, bei ſehr feuchten Futterungen und bei ungewoͤhnlich großen Thieren und ſtarken Fut⸗ terungen.
13) Der Urin ſpielt eine Hauptrole bei der Erzeugung eines guten und mibrſamen Duͤngers. Bei Mangel an Einſtreu⸗Material wird der Urin nur ſelten ganz vollkommen als Duͤn⸗ gungsmittel benutzt. Der Urin giebt dem Strohe die Eigenſchaft, Feuchtigkeit im ho⸗ hen Grade aus der Atmoſphaͤre an ſich zu ziehen und daß dieſe Feuchtigkeit etwas an⸗ ders als einfaches Waſſer ſeyn mag, glaube ich aus den beobachteten Wirkungen bei
der Erde und Pflanze annehmen zu koͤnnen.
14) Verſuche uͤber die duͤngende Wirkung des Urins, mittelbar durch das Stroh, haben mich wenigſtens das Geſagte glauben gemacht, ſo habe ich z. B. ganz reines Stroh mit
Pferde⸗Urin geſaͤttiget, dann dieſes Stroh im Herbſt auf ein gut bearbeitetes Acker⸗


