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Resultate der Versuche über Erzeugung und Gewinnung des Düngers : wie solcher unter bestimmten Verhältnissen aus Futter und Einstreu bei Haltung der Pferde, des Rindviehes und der Schaafe entsteht ; nebst einer Berechnung oder Ausmittelung des Gewichts und Maaßes von denjenigen ländlichen Erzeugnissen, welche zur Ernährung der Thiere und Erzeugung des Düngers am gewöhnlichsten angewandt werden ; desgleichen Versuch zu einer Werths-Vergleichung der vorzüglichsten Ackerbau-Erzeugnisse nach Roggen-Körner-Werth, wie solche ... bei dem Gute Schierau angenommen und berechnet werden / vom Königl. Amts-Rathe Block. Mit einem Vorw. und Anm. vom Staats-Rathe Thaer
Entstehung
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Bemerkungen zu den Verſuchen uͤber Dänger⸗Geieugun. 98 87

1) Die Duͤngermaſſe, wie ſolche in Gewſcht. und Volumen berechnet worden, iſt bei jedem Ver⸗ ſuche der Zeitpunkt angenommen, wo ihn die Viehſtallung der Duͤngſtaͤtte uͤbergiebt.

2) Sobald der Duͤnger von der Viehſtallung der Duͤngſtaͤtte uͤbergeben iſt und der freien Luft ausgeſetzt wird, entſteht eine Gaͤhrung und Erhitzung des Duͤngers, durch welche der⸗ ſelbe, wenn kein fremder Koͤrper hinzukommt, ein Minus an Gemicht und Volumen erleidet.

3) Dieſes Schwinden des Gewichts und Bolumens iſt verſchieden, es richter ſ ſich nach den Gat⸗ tungen und Kraft der Futterungen, der Einſtreu, als auch nach den Thieren, durch welche der Duͤnger entſtanden iſt.

4) Eine hohe Uebereinanderſchichtung des Duͤngers, mit einem gewiſſen Grad von Feuchtigkeit,

befoͤrdert die Erhitzung oder das Brennen im Duͤnger ſehr ſchnell, bewirkt aber auch

eben ſo ſchnell das entſtehende Minus.

5) So lange der Duͤnger mit Feuchtigkeit oder Gille voͤllig geſaͤttiget ethalten werden kann,

wird auch das Erhitzen und Verbrennen des Duͤngers, durch welches das Minus ent⸗ ſteht, groͤßtentheils abgehalten.

6) Duͤnger, welcher von kraͤftiger Futterung entſtanden, in der Däͤngſtätte 5 Fuß hoch uͤber⸗ einandergeſchichtet liegt, und nicht durch Ueberſaͤttigung mit Feuchtigkeit oder von ſtar⸗ kem Froſte, von der Gaͤhrung abgehalten wird, verliert ſchon in 4 mal 24 Stunden 4 bis 5 p. C. ſeines Gewichts(naͤmlich im trocknen Zuſtande berechnet) und vom Volu⸗ men 12 bis 15 p. C. 3

7) Laͤßt man den Duͤnger in der Düngſtaͤtte ſo lange liegen, bis derſelbe ganz ſpeckartig wird,

ſo erfolgt ein Verluſt von 25 p. C. im Gewicht(im trocknen Zuſtande) und im Volu⸗

men 50 und mehrere Procente.

8) Nur ſelten iſt man im Stande, einer großen Maſſe Duͤnger in der Duͤngſtaͤtte ſo viel Feuch⸗ tigkeit zu geben, um das Verbrennen des Duͤngers im gerechten Grade abzuhalten, um daher nicht ein zu großes Minus zu erleiden, bin ich der Meinung, daß das Aus⸗ miſten(Duͤngeraustragen) der Stallungen ſi ſich nach der Gelegenheit den Duͤnger beim Ackerbau anzuwenden einestheils richten und anderntheils auch der Ackerbau ſo betrie⸗ ben werden muͤſſe, daß man Gelegenheit hat, zu ieder Zeit den Duͤnger moͤglichſt nuͤtz⸗ lich anzuwenden. 3

9) Das Minus, welches der Duͤnger in der Duͤngſtaͤtte bei dem Zutritt der freien Luft erleidet,

entſteht groͤßtentheils durch das Verbrennen oder Verkohlen des Streuſtrohes im Duͤn⸗