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fächlich nach dem Werthe anderer Dinge— welche durch das Produkt wiederum mittelbar her⸗
vorgebracht werden— ausgemittelt und abgeſchaͤtzt ſind.
Ein Nahrungsmittel, welches nur unter gewiſſen Verhaͤltniſſen vortheilhaft angewandt— erſt durch verſchiedene Prozeduren oder andere Beifuͤtterungen gedeihlich und nahrungsreich ge⸗ macht werden muß— hat nach meiner Meinung nicht den vollen Werth, den es nur mit Huͤlfe anderer Dinge(welche der Ackerbau auch nicht unentgeldlich liefert) hervorbringt, mithin auch
dasjenige Produkt, wenn es auch nur mechaniſch auf die Ernaͤhrung und Duͤnger⸗Erzeugung wirkt
— aber doch ein unentbehrlich nothwendiges Mittel iſt, den Werth anderer Dinge zu erhoͤhen und wirkſamer zu machen— eine angemeſſene Werths⸗Beſtimmung nach Abſchaͤtzung der Wir⸗ kung, die es hervorbringt— erhalten muß. Auch iſt bei der Abſchaͤtzung des oͤkonomiſchen Werths der Futterungen erwogen, ob das Produkt einer Zerſtoͤrung durch Zufaͤlle leicht ausge⸗ ſetzt iſt oder nicht, und ob ſolches nach Bequemlichkeit— willkuͤrlich zu jeder Zeit mit Pferd, Kuh und Schaaf— oder ſchnell in kurzer Friſt nur mit einer Gattung von Thieren verbraucht werden kann und muß.
Denn es koͤnnen zwei Sachen in ihrem innern Werth und auch der Wirkung, die durch ſie hervorgebracht werden, ſich ganz gleich, und dennoch in ihrem oͤkonomiſchen Werth verſchie⸗
den ſeyn, als Beiſpiel nehme ich an, daß 5 Pfund Waſſerruͤben 1 Pfund guten Heu in Ruͤck⸗
ſicht auf thieriſche Ernaͤhrung und Duͤnger⸗Erzeugung ganz gleich waͤren, ſo kann deſſen unge⸗ achtet der Waſſerruͤbe nicht der volle Werth beigemeſſen werden, weil ſie eine Frucht iſt, die der Zerſtoͤrung leicht ausgeſetzt und nur muͤhſam Monate lang aufbewahrt und als Futter angewen⸗ det werden kann.
Aus dieſen angefuͤhrten Aeußerungen wuͤnſche ich darzuſtellen, daß dieſer Verſuch nicht eine Vergleichung der Nahrungsfahigkeit verſchiedener Futterungen gegen einander— ſondern nur die Meinung uͤber den rein oͤkonomiſchen Werth, den ich den vorzuͤglichſten Ackerbau⸗Er⸗ zeugniſſen beilege— ausſprechen ſoll*).
1 Bei Beobachtung der Wirkungen, welche die Nahrungsmittel bei dem Thiere hervor⸗ bringen, um dadurch ihren Werth ſchaͤtzen zu lernen, ſchwebte mir ſtets der Gedanke vor—
*) Der Hr. Verfaſſer hat hier den Nahrungewerth der mancherlei Probukte unter ſeinen Verhaͤltniſ⸗ ſen angeben wollen. Dieſer Nutzungswerth iſt noch relativer als der Tauſch⸗ oder Handelswerth.
Er kann ſich in vielen Gegenden bei anderen Wirthſchaften abaͤndern. Aber eben dadurch, daß aus⸗ gemittelt wird, wie er unter gegebenen Verhaͤltniſſen ſey, laͤßt ſich folgern, wie er unter andern ſeyn werde. Mithin macht ſich der Verfaſſer durch Mittheilung dieſer Poſitionen, die er nach in⸗ dididuellen Anſichten in ſeiner Wirthſchaft annahm, ſehr verdient. Th.


