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Resultate der Versuche über Erzeugung und Gewinnung des Düngers : wie solcher unter bestimmten Verhältnissen aus Futter und Einstreu bei Haltung der Pferde, des Rindviehes und der Schaafe entsteht ; nebst einer Berechnung oder Ausmittelung des Gewichts und Maaßes von denjenigen ländlichen Erzeugnissen, welche zur Ernährung der Thiere und Erzeugung des Düngers am gewöhnlichsten angewandt werden ; desgleichen Versuch zu einer Werths-Vergleichung der vorzüglichsten Ackerbau-Erzeugnisse nach Roggen-Körner-Werth, wie solche ... bei dem Gute Schierau angenommen und berechnet werden / vom Königl. Amts-Rathe Block. Mit einem Vorw. und Anm. vom Staats-Rathe Thaer
Entstehung
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Das Intereſſe für das Gewerbe nͤßt ſi ſich hier ganz mit dem Intereſſe fuͤr die Wiſſen⸗

ſchaft vereinigen und eins foͤrdert das andere; die Lage und Einrichtung des, freilich ſelbſt erbauten, Hofes beguͤnſtigt und erleichtert die Aufmerkſamkeit auf die kleinſten.

Details der Viehhaltung.

Dieſe Verſuche und Beobachtungen waren nur zur Wefriedigung eigener Wiß⸗ begierde und zu eigener praktiſchen Benutzung angeſtellt, ohne die Abſicht, damit vor dem Publikum zu erſcheinen. Es iſt nur auf meine Anmahnung zu der Pflicht ſein Licht leuchten zu laſſen vor den Leuten bewirkt, daß der Herr Verfaſſer dieſe Reſul⸗ tate, in gedraͤngter Kuͤrze ausgezogen, geordnet, verglichen und mit ſeinen Reflexionen

begleitet hat. Wir duͤrfen nun aber hoffen, daß er uns uͤber die Art und Weiſe man⸗

cher Ausmittelungen in der Folge nähere Aufſchluͤſſe geben werde. Dies iſt beſonders hinſichtl lich der aus einzelnen Futterungsmitteln bei verſchiedenen Vieharten hervorgehen⸗ den Duͤngers im trockenen und feuchten Zuſtande zu wuͤnſchen, weil ſich erſt nach An⸗ gabe des dabei angewandten Verfahrens und wie die Verhaͤltniſſe faktiſch oder analo⸗ giſch gefunden ſeyen, Schluͤſſe zur allgemeinen Anwendung daraus ziehen laſſen. Man hat die Angaben meines verewigten Freundes Meyer haufig nachgeſchrieben, aber die Art, wie ſie ſich ihm ergeben, nicht beachtet. Das dem Vieh gefutterte und einge⸗ ſtreute Stroh, nachdem es mit dem Urin angefeuchtet und durchtreten war, hatte ſich

im Gewicht 2,8 Mal vermehrt. Es ward nun Heu mitgefuttert und die gefundene

Gewichts⸗Vermehrung dem Heu zugeſchrieben, nachdem jene fuͤr das Stroh ausgemit⸗ telte Gewichts-Vermehrung abgezogen war, und da fand ſich, daß dieſe Gewichts⸗Ver⸗

mehrung vom Heu ſich ausgliche, wenn man das Gewicht des Heues mit 1,8 multiplicirte..

Es erklaͤrte ſich dieſe geringere Gewichts⸗ Vermehrung vom Hen daraus, daß von dieſem

mehr in den Koͤrper der Thiere uͤberginge. Aber bei Koͤrnerfutterung fand er die dar⸗