auf zu rechnende Gewichts⸗Vermehrung ſbeinahe noch einmal ſo groß und doch geht von dieſen wohl noch mehr in den Koͤrper der Thiere uͤber, im Verhäͤltniß der Traͤbern, die ausgeworfen werden. Es erklaͤrt ſich aber daraus, daß mit 100 Centner Koͤrner meht Thiere erhalten werden koͤnnen, als mit 100 Centner Heu und Stroh, daß jene alſo mehr ſaufen, wahrſcheinlich mehr Waſſer zerſetzen und mehr Urin geben. Denn das zerſetzte Waſſer und der Urin iſt es, was die Gewichts⸗ Vermehrung im feuchten Zu⸗ ſtande— jedoch auch im trockenen verhaͤltnißmaͤßig— hervorbringt, weshalb denn auch ſene Gewichts⸗Vermehrung des Strohes nicht ſtatt fand, ſobald mehr eingeſtreut ward, als vom Urin durchfeuchtet werden konnte; einer gewoͤhnlichen Landkuh mehr als drei Pfund taͤglich.
Der Urin ſpielt hierbei eine wichtige Rolle, hinſichtlich der Sunancicät und der Qualitaͤt des Duͤngers, wie unſer Verfaſſer treffend bemerkt hat. Er iſt vom Waſſer ſehr verſchieden, ob er gleich groͤßtentheils aus Waſſer beſteht. Seine Erzeugung ſteht aber im Verhaͤltniß mit der Nahrungskraft des Futters, wodurch eine gewiſſe Summe des thieriſchen Lebens erhalten werden kann. Einige haben daher bei der Ausmittelung des Duͤnger⸗Verhaͤltniſſes das geſoffene Waſſer mit in Anſchlag gebracht. Aber das fuhrt uns auch wohl nicht weiter und wir muͤſſen nur annehmen, daß das Vieh ſo viel Waſſer erhaͤlt, als es ſaufen will. Reizt man es dazu an, ſo wird man mehr Stroh durch Urin aufeuchten koͤnnen, aber der Urin wird unkraͤftiger ſeyn.
Ich habe mich uͤber dieſen Gegenſtand mehrere Male ausgeſprochen, aber ich wiederhole es hier, weil wir von der genauern Beſchreibung des Verfahrens, welches der Hr. Verf. bei dieſen Ausmittelungen des von mannigfaltigem Futter entſtehenden
Duͤngers angewandt hat und von andern dabei gemachten Veobachtungen viele Auffkla⸗
rung fuͤr dieſen wichtigen Gegenſtand erwarten konnen.


