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Gegenwärtiger Standpunkt der Theorie über den Ertrag und die Erschöpfung der Ernten im Verhältniss zu der Thätigkeit und dem Reichthum des Bodens / Von Herrn Thaer
(Vorgelesen den 3. Februar 1814)
Entstehung
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T haen 29.

In diesem Verhältniſs scheint auch eine Ernte der genannten Getrei- dearten den Reichthum des Bodens nach der gewonnenen Scheffelzahl aus-

zuziehen.

. Und in demselben Verhältnisse giebt ein Acker, der sich in gleichem Fruchtbarkeitsgrade befindet, in einem Mitteljabre seinen Ertrag in den ver- schiedenen Früchten, vorausgesetzt, daſs der Boden allen gleich angemessen

sei. Ist das nicht, so giebt er in der ihm angemessenen Frucht mehr als zn der die ihm nicht zusagt; wird dann aber auch von jener mehr erschöpft

werden, als von dieser.

5 30⸗ Ich nehme also nach obigem Verhältnisse an, der Bedarf des Reich- thums oder Nahrungsstoffs sei für jeden von einem Morgen über die Ein-

saat gewonnenen Scheffel

Roggen= 1 Weizen 1, 3 kleine Gerste= 0, 6 groſse Gerste 0, 7 Hafer 0, 5

jedoch bei letzterem auch nach Verschiedenheit seiner Schwere. Die bereite Nahrung oder den Fruchtbarkeitsgrad aber, der zur Erzeugung jedes Schef- fels über die Einsaat auf einem Morgen erforderlich ist, bestimme ich da-

nach mit der Proportionalzahl

für den Roggen 60 Weizen 738 kleine Gerste= 36 groſse Gerste= 42 Hafer= 30

Ich sage über die Einsaat, weil ich glaube annehmen zu müssen, daſs

in der Einsaat so viel Nahrungsstoff enthalten sei, um sich selbst zu repro-