Teil eines Werkes 
1. Abtheilung (1854)
Entstehung
Seite
607
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6) Einfluß des Bodenbaues auf den Krieg.

§. 892.

Es liegt außerhalb meiner Aufgabe, die Urſachen der Kriege zu berückſichtigen, obwol ſie möglicherweiſe im einzelnen Falle auch auf gewiſſe Bodenſchätze, ihre Eroberung, ihre Vertheidi⸗ gung, oder die Vertheidigung ihrer Verwerthung(Englands Kohlen und Eiſen) zurückgeführt werden könnten; ich will hier nur andeuten, daß in der Führung des Krieges der geologiſche Bau keineswegs ohne allen Einfluß iſt. v. Gruner hat das in v. Moll's Neuem Jahrbuch der Berg- und Hüttenkunde Bd. 6, S. 187, ſchon vor 30 Jahren wenn auch dürftig nachzuweiſen geſucht. Wir können für unſern Zweck den Krieg, das letzte Mittel der Politik, als die höchſte Steigerung des Verkehrs betrachten, aber eines Verkehrs, der, von zwei Seiten aus⸗ gehend, ſich gegenſeitig zu hindern, zu beſchränken oder zu ver⸗ nichten ſucht. Von dem gewöhnlichen Verkehr unterſcheidet er ſich auch dadurch, daß ihm einfache Verkehrslinien nicht genügen. Er bedarf ſowol ſtrategiſch als taktiſch, für den Feldzug wie für das Gefecht, der Verkehrsflächen. Obwol er daher auf der einen Seite die größte Energie der Verkehrsmittel entwickelt, ſo iſt er auf der andern Seite doch beinahe noch mehr an Terrainrückſich⸗ ten gebunden als der gewöhnliche Verkehr, und es beſteht ent ſchieden ein weſentlicher Theil der Kriegskunſt in der zweckmäßig⸗ ſten Benutzung des Terrains. Daß man zu dieſem Zweck von dem Feldherrn nicht geologiſche Kenntniſſe fodern wird, verſteht ſich von ſelbſt, ihm genügt die Kenntniß der thatſächlichen Ober⸗ flächenform und Natur, er fragt nicht danach, ob er eine Schlacht auf Granit, Muſchelkalk oder Diluvialſand liefert, der Theore⸗ tiker aber wird nachträglich allerdings einen Einfluß der Geſteins⸗ verbreitung ſelbſt auf kriegeriſche Operationen erkennen, und

möglicherweiſe Fehler nachweiſen können, die indirect auf Ver⸗

kennung des geologiſchen Baues zurückführbar ſind. Dieſe Beziehungen ſind nur ganz allgemeine, indeſſen iſt es