Teil eines Werkes 
1. Abtheilung (1854)
Entstehung
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eine extreme Kalkflora und eine Salzflora ausſcheiden, welche durch beſtimmte Pflanzenſpecies charakteriſirt werden, die nur auf kalk⸗ reichem oder ſalzhaltigem Boden auftreten; etwas unbeſtimmter ſind: die Kieſelflora, Sandflora, Lehmflora u. ſ. w. ³⁵)

Bei dem gegenwärtigen Standpunkte der Agriculturchemie, oder überhaupt der Anwendung der Chemie auf die Botanik, er⸗ ſcheint es unzweifelhaft, daß alle Pflanzen gewiſſe unorganiſche Beſtandtheile im aufgelöſten Zuſtande aus dem Boden aufneh⸗ men, daß aber die Qualität und Quantität dieſes Bedürfniſſes zu ihrem Gedeihen für die einzelnen Pflanzenarten verſchieden iſt. Dies iſt die wichtigſte Urſache für das ungleiche Gedeihen der Pflanzenſpecies auf ungleichem Boden, alſo für die Bodenſtän⸗ digkeit der Arten; andere Urſachen kommen aber hinzu, welche mehr in der phyſikaliſchen Beſchaffenheit als in der chemiſchen Zuſammenſetzung des Bodens beruhen, ſo in ſeiner Tiefgründig⸗ keit, Lockerheit, dem Verhalten gegen Waſſer, Wärme u. ſ. w.

Inſofern nun die verſchiedenartigen Geſteine eine ungleiche chemiſche und mineralogiſche Zuſammenſetzung beſitzen, iſt der durch ihre Verwitterung entſtehende Boden auch für gewiſſe Pflanzen⸗ arten vorzugsweiſe, für andere weniger geeignet 5⁵). Da die mei⸗ ſten Geſteine von allen den für die Pflanzen nöthigen Subſtan⸗ zen wenigſtens etwas zu enthalten pflegen ²²), ſo tritt der Un⸗ terſchied ihres Verhaltens zur Vegetation nicht grell hervor, am grellſten bei ſo einfach zuſammengeſetzten Geſteinen wie Kalkſtein, Quarz, Gyps u. ſ. w.; letztere liefern deshalb, wenn ſie ganz un⸗ gemengt auftreten, einen beinahe abſolut unfruchtbaren Boden. Bei den meiſten Geſteinen und aus ihrer Verwitterung hervorge⸗ gangenen Bodenarten beruht die Verſchiedenheit nur in einem Mehr oder Weniger gewiſſer Subſtanzen, und die rationelle Land⸗ wirthſchaft iſt bemüht und vermag häufig, die Natur für ihre Zwecke zu corrigiren, indem ſie zuſetzt, was fehlt oder neue Ver⸗ bindungen und Zerſetzungen einleitet.(Vgl. Beil. 22.)

Mehrfach habe ich in der Schilderung Deutſchlands Gelegen⸗ heit gehabt zu zeigen, wie gewiſſe Geſteinsoberflächen ſich ihrer ganzen Natur nach vorzugsweiſe nur zum Waldbau eignen, und

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