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Städte. Für das Heranwachſen ſolcher vorzugsweiſe wichtig ſind: Die Lage an Terrainabſchnitten(Gebirgsrändern oder Meeres⸗ küſten), an ſchiffbaren Flüſſen, beſonders deren Verbindungen oder Mündungen in das Meer, an ſchützenden Häfen, in der Mitte weiter Becken und endlich als von größter Tragweite: die günſtige Weltlage. Dieſe für die Entſtehung großer Städte be⸗ ſonders einflußreichen Bodenzuſtände hängen verhältnißmäßig weit weniger von dem ſpeciellen innern Bau der Gegend ab als jene. Die wichtigern dieſer Bedingungen können die unwichtigern erſetzen, ſogar ungünſtige aufheben, da menſchlicher Scharfſinn die Ungunſt der Natur in gewiſſem Grade zu beſiegen vermag.
§. 5.
Ungünſtig für Anſiedelung wirken dagegen: Große Uneben⸗ heit des Bodens, nachgiebiger oder ſumpfiger Grund, Mangel an Raum, Mangel an Waſſer, zu große Höhe, gänzlicher Man⸗ gel an Baumaterial, große Unfruchtbarkeit, Schwierigkeit des Verkehrs. Aber es können, wie geſagt, dieſe poſitiv ungünſtigen Zuſtände theilweiſe durch Kunſt beſiegt werden; ſie bieten darum meiſt keine abſoluten Hinderniſſe dar.
§. 6.
Wenn wir bedenken, daß alle Anſiedelungen das natürliche Beſtreben möglichſt gleichförmiger Vertheilung über die gegebene Oberfläche haben, ſo werden wir bei genauer Unterſuchung finden, daß faſt jede Abweichung von dieſem erſten und natürlichſten Grundgeſetz durch die Vertheilung ſolcher Bedingungen veranlaßt iſt, denn nur ganz ausnahmsweiſe haben auch beſondere Laune, ſociale, religiöſe oder politiſche Zufälligkeiten dauernde Anſiede⸗ lungen ins Leben gerufen, ohne irgend eine natürliche Bedingung zu berückſichtigen.
J. G. Kohl hat in ſeinem zu wenig beachteten Werk über den Verkehr die Geſetze der Anſiedelung wie der Bewegung ſo gründlich unterſucht, daß in ihrer Beziehung zu den äußern Formen des Erdkörpers kaum noch etwas zu thun übrig bleibt.
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