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Herrn Georg Ernst Stahls, Weyland Königl. Preußischen Hof-Raths und vornehmsten Leib-Medici &c. &c. Gründliche und Nützliche Schrifften, Von der Natur, Erzeugung, Bereitung, und Nutzbarkeit des Salpeters : Mit denen hieher gehörigen Kupfern, und vielen diensamen Anmerckungen vermehret, und wegen ihres unbeschreiblichen Nutzens aus dem Lateinischen ins Teutsche übersetzet
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,8(0O). 201 Salpeter gleichfalls ſeinen unvergleichlichen Nutzen. Man kan ein ſolches Ertz ſtoſſen/ mit Salpeter verſetzen, und in einen gluͤhen⸗ den Tiegel tragen. Wann es zu einer weißen zarten Mafla geworden/ kan man nur ein Koͤhlchen einwerffen/ und noch etwas flieſſen laſſen/ ſodann in einem Gieß⸗Buckel ſtuͤrtzen; ſo wird man an dem Koͤnig ſehen/ was es iſt. vid. Stahls Bedencken vom Sulphure. p. 124.

Der Salpeter calciniret oder verbrennet verſchiedene Metallen und metalliſche Dinge/ als Kupffer/ Eiſen/ Stahl/ Zinn/ Bley/ Wiß⸗ muth/ Zinck/ Regulum Antimonii,&c.&c. und macht ſie geſchwinde zu Kalch. Jedoch noch geſchwinder/ wann dieſe Dinge mit dem Koͤnige aus dem Spießglaſe geſchmoltzen/ und alsdenn mit dem Salpeter ausgebrannt wer⸗ den. Ich will dem curioſen Leſer zu gefallen den Proceſs mit dem Kupffer herſetzen.

Man nimmt duͤnne Kupffer⸗Bleche/ oder gefeilet Kupffer etwa ein Pfund/ und reinen Salpeter etwa funff viertel Pfund/ thut ſol⸗ ches mit einander in einen geraumen und ver⸗ deckten Tiegel/ ſetzet ſelbigen im Wind⸗Ofen/ fuͤllet ihn mit todten Kohlen an/ aͤſſet ſolche gelinde angehen/ giebet allmaͤhlich ſtaͤrcker Feuer/ und laͤſſet den Tiegel 4. biß. Stun⸗ den darinnen ſtehen/ und alsdann das Feuer von ſelbſt abgehen.

Iſt die Operation gehoͤrig vollbracht/ ſo fin⸗ det man eine roͤthlichte Schlacke/ und darin⸗

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