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Herrn Georg Ernst Stahls, Weyland Königl. Preußischen Hof-Raths und vornehmsten Leib-Medici &c. &c. Gründliche und Nützliche Schrifften, Von der Natur, Erzeugung, Bereitung, und Nutzbarkeit des Salpeters : Mit denen hieher gehörigen Kupfern, und vielen diensamen Anmerckungen vermehret, und wegen ihres unbeschreiblichen Nutzens aus dem Lateinischen ins Teutsche übersetzet
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200 898(0.) S8. laſſe er es in einem Tiegel/ der vor dem Ein⸗ fallen der Kohlen und andern Unreinigkeiten wohl verwahret ſey/ ſchmeltzen; ſo wird er das Silber um ein Gutes reiner/ und dabey eine blaulichte Schlacke bekommen: Welche blaue

Farbe allein von dem Kupffer/ ſo noch bey

dem Silber verborgen geweſen/ herruͤhret/ welche ihm auch das Bley nicht nehmen koͤn⸗ nen. Ja manches Bley/ ſonderlich das im

Lande zu Meiſſen/ oder in denen Kupffer⸗Berg⸗

wercken gefunden wird/ hat ein dergleichen verborgenes Kupffer ſelbſt bey ſich/ und theilet ſolches im Abtreiben dem Silber mit. Dieſes Schmeltzen mit Salpeter und Borax kan zum drittenmahl wiederholet werden/ ſo wird man die Schlacken/ ob ſie gleich zum zweytenmahl noch etwas gruͤnlicht/ zum drittenmahl gantz klar und rein/ wie einen Criſtall ſehen. Doch muͤſſen die Tiegel allezeit vor aller einfallenden Unreinigkeit wohl verwahret werden. Das Silber aber iſt voͤllig und gantz rein/ alſo daß aus denſelben nimmermehr eine blaue/ gruͤne/ oder andere Couleur, als welche dem Silber nur zufaͤlliger Weiſe anhaͤnget/ zu bringen oder zu extrahiren iſt/ und ein ſolches Silber iſt nicht alleine feiner/ als es die Reichs⸗Probe erfordert ſondern iſt auch alsdenn erſtlich zu rechten ſubtilen Chymiſchen Operationen zu ge⸗ brauchen. vid. Kunckels Glaßmacher⸗Kunſt. pag. 86. 87..

In Probirung unbekannter Erxtzen hat der

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