899(O) 8& 199 Milch⸗faͤrbiges Schmeltz⸗Glaß/ welches zu al⸗ lerhand curioſen Dingen zu gebrauchen.
Die Rubin⸗rothe oder Purpur⸗fäͤrbige Amauſen hat Grummet auf vielerley Art ge⸗ macht/ und kan man ſeine Proceſſe, worinnen viel curieuſes iſt/ in dem Tractaͤtgen: Sol non line veſte mit mehrern nachſehen. Wer aber noch weiter in dergleichen Dingen zu kuͤnſteln Luſt hat/ der kan ein Theil Kupffer/ und ſo vie⸗ ie Theile Silber als ihm beliebig/ mit etwa 3. Theilen Reguli Antimoni(in Anſehung des Kupffers) zuſammen ſchmeltzen und reinen Salpeter in ſtarcken Schmeltz⸗Feuer nach und nach darauf tragen/ ſo werden dieſe zuſammen⸗ geſetzte Dinge in Geſtalt der Schlacken wie⸗ der geſchieden. Man ziehet dieſe Schlacken zu verſchiedenen mahlen ab. Die erſtern ſind weißlich/ hernach fallen ſie gelblicht/ die letztern aber ſind gantz roth. Dieſe muß man beſon⸗ ders behalten/ und wann ſelbige gereinigt/ und in einem Feuer ohne Rauch/ oben auf einen flieſſenden Criſtallen⸗Satz getragen werden/ ſo wird man ſich uͤber die Farben/ welche ſie dem Glaſe geben/ zu verwundern haben. Vid. Specim. Becher. p. 298.§. 17.
Wer das Süber gantz pur und rein/ von allem/ was demſelben ſonſt natuͤrlicher Weiſe anhaͤngt/ haben und zurichten will/ der nehme feines/ und durchs Bley abgetriebenes Silber/ koͤrne ſolches klein/ und nachdem er es mit 2. Theil Salpeter und ein Theil Borax vermiſcht/
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