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Herrn Georg Ernst Stahls, Weyland Königl. Preußischen Hof-Raths und vornehmsten Leib-Medici &c. &c. Gründliche und Nützliche Schrifften, Von der Natur, Erzeugung, Bereitung, und Nutzbarkeit des Salpeters : Mit denen hieher gehörigen Kupfern, und vielen diensamen Anmerckungen vermehret, und wegen ihres unbeschreiblichen Nutzens aus dem Lateinischen ins Teutsche übersetzet
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859(0) 88 197 ſen kuͤnſteln/ ſich deſſen dabey mit guten Nu⸗ tzen bedienen.

Denen Liebhabern kan folgendes zur Anlei⸗ tung dienen. Man nimmt ſchoͤne weiſſe/ mit keinem metaliſchen Anfluge beſchmitzte/ oder

auch recht ſchwartze und reine Kieſel⸗Steine/

gluͤhet ſie 1. oder 2. Stunden in einem recht ſtarcken Feuer/(auf den Glaß⸗Huͤtten kan ſol⸗ ches bequem im Streck⸗Ofen geſchehen) loͤſchet ſie darauf in reinem Waſſer ab. Gluͤhet ſie

von neuen, und loͤſchet ſie wieder/ und thut ſol⸗

ches wenigſtens dreymahl. Alsdann werden

ſie pulveriliret/ durchgeſiebet und geſchlemmet/

und das allerzarteſte wird zum Gebrauch auf⸗

behalten. Befahret man ſich etwas Metalli-

liſches darinnen/ ſo kan man Scheide⸗Waſſer darauf gieſſen/ und die Marerie oͤffters umruͤh⸗ ren/ und endlich gehoͤrig wieder abſuͤſſen/ und

in einem flachen Gefaͤß gelinde ausgluͤhen.

Von dieſem Pulver ein Theil/ und von dem Saltz/ welches aus 2. Theilen Salpeter und 1. Theil Borax gemacht worden/ auch ein Theil/ wird ein Glaß geſchmoltzen/ welches man her⸗ nach als den Grund⸗Satz zu dergleichen Amau- ſen, oder gekuͤnſtelten Edelgeſteinen gebrauchen kan. Wer dieſe Muͤhe nicht haben will/ darff nur fein pulveriſirtes Boͤhmiſches oder Potz⸗ dammer Criſtall-Glaß nehmen.

Will man nun einen Saphir nachkuͤnſteln; ſo nimmt man von der vorangeregten Maſſa zwey Theil/ von dem Salpeter und Borax⸗

V N 3 Saltz