859(0) 88 197 ſen kuͤnſteln/ ſich deſſen dabey mit guten Nu⸗ tzen bedienen.
Denen Liebhabern kan folgendes zur Anlei⸗ tung dienen. Man nimmt ſchoͤne weiſſe/ mit keinem metaliſchen Anfluge beſchmitzte/ oder
auch recht ſchwartze und reine Kieſel⸗Steine/
gluͤhet ſie 1. oder 2. Stunden in einem recht ſtarcken Feuer/(auf den Glaß⸗Huͤtten kan ſol⸗ ches bequem im Streck⸗Ofen geſchehen) loͤſchet ſie darauf in reinem Waſſer ab. Gluͤhet ſie
von neuen, und loͤſchet ſie wieder/ und thut ſol⸗
ches wenigſtens dreymahl. Alsdann werden
ſie pulveriliret/ durchgeſiebet und geſchlemmet/
und das allerzarteſte wird zum Gebrauch auf⸗
behalten. Befahret man ſich etwas Metalli-
liſches darinnen/ ſo kan man Scheide⸗Waſſer darauf gieſſen/ und die Marerie oͤffters umruͤh⸗ ren/ und endlich gehoͤrig wieder abſuͤſſen/ und
in einem flachen Gefaͤß gelinde ausgluͤhen.
Von dieſem Pulver ein Theil/ und von dem Saltz/ welches aus 2. Theilen Salpeter und 1. Theil Borax gemacht worden/ auch ein Theil/ wird ein Glaß geſchmoltzen/ welches man her⸗ nach als den Grund⸗Satz zu dergleichen Amau- ſen, oder gekuͤnſtelten Edelgeſteinen gebrauchen kan. Wer dieſe Muͤhe nicht haben will/ darff nur fein pulveriſirtes Boͤhmiſches oder Potz⸗ dammer Criſtall-Glaß nehmen.—
Will man nun einen Saphir nachkuͤnſteln; ſo nimmt man von der vorangeregten Maſſa zwey Theil/ von dem Salpeter und Borax⸗
V N 3 Saltz


