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Herrn Georg Ernst Stahls, Weyland Königl. Preußischen Hof-Raths und vornehmsten Leib-Medici &c. &c. Gründliche und Nützliche Schrifften, Von der Natur, Erzeugung, Bereitung, und Nutzbarkeit des Salpeters : Mit denen hieher gehörigen Kupfern, und vielen diensamen Anmerckungen vermehret, und wegen ihres unbeschreiblichen Nutzens aus dem Lateinischen ins Teutsche übersetzet
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Stunden war mein Terpenthin ſo weiß/ wie

der Schnee.

Von dieſem that 6. Pfund in einen glaͤſer⸗ nen Herrn⸗Kolben/ und ſetzte ſo viel Kalch⸗ Waſſer dazu⸗ als ſonſt in einen ſolchen Kolben gehoͤret. Lutirte aber den Helm nicht/ ſondern ſetzte ihn nur ſo loß darauf/ und legte eine groſ⸗ ſe Vorlage an. Gab hierauf allmaͤhlig Feuer aus der Sand⸗Capelle/ da der Terpenthin, der zuerſt oben ſchwamm, allmaͤhlig zergieng/ und nach 2. Stunden lieſſen ſich ſchon die Nebel ſe⸗ hen/ und mit ſelbigen gieng das Oleum Therebin- thine ſehr klar und ſchoͤn uͤber. Ich hielte ei⸗ nen ſolchen Grad des Feuers/ daß die Materie im Kolben allezeit gelinde kochte. Wie eine zimliche Quantitæt Waſſers mit dem Oele uͤber⸗ gangen/ ſo ließ das Feuer ein wenig abgehen/ nahm darauf die Vorlage nebſt dem Helm be⸗ hutſam ab/ und goß wieder ſo viel heiſſes Kalch⸗ Waſſer in dem Kolben/ als daraus uͤber di-

ſtiliret worden. Gab darauf wieder den ge⸗

hoͤrigen Feuers⸗Grad, repetirte dieſes Aufgieſ⸗ ſen noch einmahl/ und wie nichts mehr gehen

wolte; ſo ließ das Feuer allmaͤhlich ausgehen.

Wie es ſich etwas uͤber die Helffte abgekuͤh⸗ jet/ nahm das im Kolben zuruͤck gebliebene

Hartz/ welches ſchoͤn gelbe/ und ziemlich durch⸗

ſichtig war/ mit einem langen hoͤltzernen Loͤffel heraus/ und warff es in kaltes Waſſer. Darauf zerſchlug es in kleine Stuͤcken/ und

legte es eben ſo als vorhin von dem Wax ge⸗ meldet