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Herrn Georg Ernst Stahls, Weyland Königl. Preußischen Hof-Raths und vornehmsten Leib-Medici &c. &c. Gründliche und Nützliche Schrifften, Von der Natur, Erzeugung, Bereitung, und Nutzbarkeit des Salpeters : Mit denen hieher gehörigen Kupfern, und vielen diensamen Anmerckungen vermehret, und wegen ihres unbeschreiblichen Nutzens aus dem Lateinischen ins Teutsche übersetzet
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-93(0) Sr⸗ 193 dere Chymiſten zu dieſem Ende rathen/ daß man den Terpenthin in Waſſer kochen ſoll; ſo verſuchte es mit einem halben Pfunde/ und kochte rechtſchaffen darauf loß. Es ward aber nichts daraus. Mein Terpenthin ward wohl etwas zaͤher aber nicht weiſſer. Ich verſuch⸗ te es mit deſtillirten Waſſer/ fuhr aber nicht beſſer dabey. Ich machte Laugen/ kam aber eben ſo wenig zum Zweck/ und vereochte alſo meine 2. Pfund Terpenthin ohne Nutzen. Und damit hatte das Kochen ein Ende. Haͤtte ſich das Ding braten laſſen/ ſo haͤtte ich es damit gleichfalls verſuchet. So aber ſahe kein ander

»Mittel als das Waſchen Dieſes that mit

diſtillirten Waſſer ein wenig gut/ und machte mir alſo ſchon beſſere Hoffnung. Weil es aber dennoch nicht recht damit fort wolte; ſo loͤſch⸗ te eine Parthey lebendigen Kalch mit genugſa⸗

men Waſſer/ ließ das Waſſer gantz klar wer⸗

den/ fltrirte es uͤberdem/ und fieng darauf an

meinen Terpenthin zu waſchen/ und mit einem

reinen hoͤltzernen Loͤffel fleißig durchzuarbeiten. Dieſes zeigete augenblicklich einen beſſern Ef- fect und der Terpenthin ward zuſehends weiß. Zugleich klaubte alle ſchwartze Staͤubchen und Unreinigkeiten heraus/ und weil das Waſſer gelbe ward/ goß es ab/ und wieder friſches dar⸗

auf/ arbeitete es von neuen durch/ und conti⸗

muirte damit ſo lange/ biß es ſich eben ſo klar

wieder abgieſſen ließ/ als es darauf gegoſſen

worden. Und in einer Zeit von drey à vier N Stun⸗

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