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Herrn Georg Ernst Stahls, Weyland Königl. Preußischen Hof-Raths und vornehmsten Leib-Medici &c. &c. Gründliche und Nützliche Schrifften, Von der Natur, Erzeugung, Bereitung, und Nutzbarkeit des Salpeters : Mit denen hieher gehörigen Kupfern, und vielen diensamen Anmerckungen vermehret, und wegen ihres unbeschreiblichen Nutzens aus dem Lateinischen ins Teutsche übersetzet
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190(0) 88 und Lufft wohl trocknen/ benetze ſie zum an⸗ dern/ auch zum dritten mahle/ jedoch daß ſie nach der Benetzung jedes mahl getrocknet wer⸗ den. Nach dieſem ſchlage ſie klein/ und ver⸗ menge ſie unter gute reine/ vermengte Holtz⸗ Weiden⸗und Maulwurffs⸗Erde/ mit der Pro portion, daß zwey Hand voll in einem Citro⸗ nen⸗und Pomeranmen⸗Kuͤbel oder Geſchirr um die Wurtzel geleget werden. Um einen Nel⸗ cken⸗Stock lege von dieſer Erde nur eine hal⸗ be Hand voll; Andern Blumen und Gewaͤch⸗ ſen/ ſo in Toͤpffen ſtehen/ kanſt du jedem nach ihrer Staͤrcke viel und wenig beylegen. Wer ſich nun dieſer beſchriebenen Erde bedienet/ der wird mit Verwunderung erfahren wie die Baͤume und Blumen freudig wachſen und ſich

vermehren werden. Dieſes iſt auch von allen Indianiſchen/ und andern Baͤumen und Ge⸗

waͤchſen zu verſtehen. Denn wenn ſolche mit dieſer Erde geduͤnget werden/ wachſen ſie freu⸗ dig/ und bleiben geſund. Sonderlich kan man mit dieſer Erde denen Nelcken und andern Blumen ſchoͤne Farben geben/ ſo zu verwun⸗ dern iſt; Wie ich dann in Holland geſehen/ daß man die allerſchoͤnſten Nelcken/ und an⸗ dere rare Blumen dadurch zuwege gebracht hat: Dann der Saame von den Nelcken wird vier und zwantzig Stunden im Waſſer/ worinnen ſolche Erde gelegt iſt/ geweicht/ her⸗ nach geſaͤet; Die Nelcken⸗Pflantzen werden auch zwey biß drey Stunden darinnen geſeßt

ehe

,= H.