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Herrn Georg Ernst Stahls, Weyland Königl. Preußischen Hof-Raths und vornehmsten Leib-Medici &c. &c. Gründliche und Nützliche Schrifften, Von der Natur, Erzeugung, Bereitung, und Nutzbarkeit des Salpeters : Mit denen hieher gehörigen Kupfern, und vielen diensamen Anmerckungen vermehret, und wegen ihres unbeschreiblichen Nutzens aus dem Lateinischen ins Teutsche übersetzet
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138 899(O) demſelben vor Wuͤrckungen in der Mediein zu⸗ geſchrieben/ kan aus ſeinen Schrifften zur Ge⸗ nuͤge erſehen/ und von einem jeden nach Gut⸗ befinden auf die Probe geſetzet werden. Wan⸗ nenhero wir uns nicht weiter bey dergleichen Dingen aufhalten/ ſondern nur von dem Oe- conomiſchen/ Civilen/ Chymiſchen und publi⸗ quen Nutzen des Salpeters annoch mit weni⸗ gen handeln wollen.

Der Salpeter machet die Erde fruchtbahr. Solches wird von einigen bejahet/ von andern geleugnet. Beyde haben in gewiſſer Maße recht. Denn der Salpeter als Saipeter thut es nicht/ es ſey denn daß er vorhero auf ge⸗ wiſſe Art præpariret/ und ſodann mit der Erde vermenget worden. Wann er aber ſo zu ſa⸗ gen annoch in ſeiner Geburt/ oder in fieri be⸗ griffen iſt; ſo hat er allerdings ſeinen guten Nutzen. Doch iſt dieſes keine Sache vor die Bauern/ ſondern kan nur bey Orangerien und raren auslaͤndiſchen Gewaͤchſen mit Luſt und Nutzen employret werden.

Glauber verſichert demnach mit gutem

Grunde die auf dieſe Art zu erhaltende Frucht⸗

barmachung des Erdreichs/ und unſer Herr Autor bezeuget gleichfalls aus guter Erfah⸗

rung/ daß Saltz mit lebendigem Kalch ver⸗

miſcht/ den Kalch darauf geloͤſcht/ und mit Flammen⸗Feuer ſcharff ausgegluͤhet: Sodann mit Miſt⸗Lacke wohl durchgemiſcht/ mit ande⸗ rer Erde vermiſcht/ und Gewaͤchſe darein ge⸗ pflantzt/

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